Anleitung zum Buch schreiben: So gewinnst Du den Schreibmarathon

Anleitung zum Buch schreiben: So gewinnst Du den Schreibmarathon

5. Dezember 2021

Du willst ein Buch schreiben, bist aber nicht sicher, ob Du es auch zu Ende bringst? Verständlich. So ein Buch zu schreiben ist ein ziemliches Stück Arbeit. Frage: Bist Du schon mal einen Marathon gelaufen? Ich nicht. Aber ich stelle mir das Marathontraining und auch den Marathon an sich ähnlich vor, wie das Schreiben. Abgesehen davon wird es ja auch oft so gesagt, oder? Dies oder das ist ein Marathon, kein Sprint. Am Ende ist das nur eine Aussage über das Endergebnis, denn ein Marathon erfordert eine Menge Training. Der Sprint übrigens auch. Darum hinkt der Vergleich auch, aber hier geht es eben nicht um den Lauf an sich, sondern um das Training. Denn ein Buch zu schreiben erfordert ein ähnliches Mindset, wie das Marathontraining inklusive dem anschließenden Marathon. Jetzt ist natürlich die Frage: Wie gewinnst Du den Schreibmarathon?

Zum einen hat Schreiben etwas mit üben zu tun und mit durchhalten … Und auch mit der Erfolgsdefiniton vorab. In welcher Zeit will ich meinen Marathon denn laufen? Bin ich beim ersten Mal zufrieden, wenn ich vor dem Besenwagen über die Ziellinie laufe, oder nicht?

Darüber hinaus ist die Frage: Wie motiviere ich mich jeden Tag zu trainieren und wie halte ich am Ende tatsächlich durch? Viele dieser Punkte haben wir in den vorangegangenen Kapiteln schon geklärt. Hier geht es um die tatsächliche Anwendung.

phoebe buffay

Eine gute Möglichkeit ist das Schreiben an sich erst einmal zu trainieren, bevor Du überhaupt mit Deinem Buch beginnst. Das hört sich zwar etwas merkwürdig an, aber wenn wir uns noch einmal daran erinnern, dass Schreiben ein Handwerk ist, wird es um einiges klarer. Kein/e Handerwerker*in ist in der Lage einen Dachstuhl, ein Schmiedeeisernes Tor oder eine Mauer ohne Übung einfach so aus der Hüfte zu bauen. Ohne es vorher in irgendeiner Form gelernt zu haben. Und einen Marathon kannst. Du ohne Training auch nicht laufen. Zwei bis drei Monate Schreiberfahrung zu sammeln und das Schreiben zu üben ist in diesem Moment eine gute Idee. Ich habe zwei Jahre lang einen wöchentlichen Blog geschrieben, aus den Artikeln zwei Bücher im Selfpublishing gemacht, bevor ich mein erstes Buch im Verlag angegangen bin. Bloggen ist die beste Trainings- bzw. Übungsmethode. Du übst Dich nicht nur im Schreiben, sondern auch darin, es regelmäßig zu tun. Du lernst zu Schreiben, auch wenn Dir mal nix einfällt und Du kannst Dich mit Deinem Thema schon lange vor dem eigentlichen Buchschreibprozess auseinandersetzen. Darüber hinaus sind Blogartikel kürzer als ein Buch und damit auch viel leichter geschrieben. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil. Mit den Blogartikeln kannst Du wunderbar auf Dich aufmerksam machen. 

Blogartikel schreiben: Das ideale Schreibtraining, um ein Buch zu schreiben

Als Sachbuchautor*in hast Du sicher jede Menge Ideen für Blogartikel. Du schreibst einfach über Deine Expertise. Aber auch, wenn Du einen Roman schreiben willst, ist bloggen eine wunderbare Idee. Du kannst Buchrezensionen über Bücher aus dem Genre schreiben, über das Du schreiben willst. Damit hast Du gleich doppeltes Training, denn wer schreiben will, muss lesen. Ich habe bisher noch kein/e Autor*in getroffen, der oder die nicht mehr oder weniger exessiv liest. Die Idee bietet sich natürlich auch bei Sachbuchautor*innen an. Weitere Ideen für die Belletristiker*innen sind Kurzgeschichten, Figurenentwicklungen, Umfeldbeschreibungen oder einfach erste Fortsetzungsgeschichten. 

Wie beim Marathon, ist ein Trainingsplan empfehlenswert. Überlege Dir einfach vorher, wann Du was schreiben willst bzw. wann Du trainierst. Das klingt wahnsinnig uninspiriert aber so ein Buch besteht in vielen Teilen nicht aus Inspiration sondern aus Transpiration. Auch wenn wir Autor*innen immer wieder begeistert von den inspirierten Moment berichten, am Ende sind wir alle Verdrängungskünstler*innen, die sich nur noch an die schönen Momente erinnern. Auch hier funktioniert die Marathonanalogie. Die meisten Marathonies erzählen Dir später was für eine tolle Erfahrung ein Marathon ist. Und in der Regel melden sie sich gleich wieder zum nächsten Marathon an. Die Schmerzen und den Kampf haben sie zwar noch in Erinnerung, aber das Runnerhigh lässt sie all die Schmerzen vergessen und sie wollen sofort wieder loslaufen. Mit dem Schreiben ist es ähnlich. Es gibt Etappen, die machen eine Menge Freude, ja, sie euphorisieren die Schreibenden regelrecht. Und dann gibt es die Phasen voller Zweifel, Ärger und Schmerzen. Diese sind bei den verschiedenen Autor*innen unterschiedlich gelagert, aber alle haben sie. Bei mir ist es die Phase, wenn meine Bücher aus dem Lektorat zurück kommen und ich sie überarbeiten muss. Dass ist für mich die Pest. Aber ich weiß das inzwischen und habe mir Strategien zurecht gelegt, wie ich optimal durch diese Phase durch komme.

Mit diesen 4 Tipps gewinnst Du Deinen Schreibmarathon

  1. Übung macht die Meister*innen. Schreibe einen Blog und übe das Schreiben an sich

2. Mach Dir einen Trainingsplan und halte Dich daran. Lege einen Tag und eine Uhrzeit in der Woche fest an der Du Deinen Blogartikel schreibst. Und wenn Dir nichts einfällt, setzt Du Dich trotzdem an den Schreibtisch. Im Zweifel schreibst Du darüber, dass Dir nichts einfällt und wie sich das anfühlt

3. Wenn es dann ans Buchschreiben geht, mach Dir wieder einen Trainingsplan und halte Dich daran. Wieviel willst Du pro Tag schreiben? Um wieviel Uhr schreibst Du? Räum Dir diese Zeiten frei. Und auf was verzichtest Du an dem jeweiligen Tag bewusst, damit Du Zeit zum schreiben hast?

4. Tu es! Zu wissen wie etwas funktioniert bringt keine Ergebnisse. Erst wenn Du die Anleitung zum Buch schreiben auch umsetzt, wird ein Buch draus.

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