Buch schreiben – Schreiben ist ein Marathon

Buch schreiben – Schreiben ist ein Marathon

26. Juni 2022

Ein Buch schreiben ist wie ein Marathon … Soweit so bekannt. Die Frage ist: Bist Du schon mal einen Marathon gelaufen? Ich nicht. Aber ich stelle mir das Marathontraining und auch den Marathon an sich ähnlich vor wie das Buch-Schreiben. Abgesehen davon wird es auch oft so gesagt, oder? Dies oder das ist ein Marathon, kein Sprint. Am Ende ist das nur eine Aussage über das Endergebnis, denn ein Marathon erfordert eine Menge Training. Der Sprint übrigens auch. Darum hinkt der Vergleich auch, aber hier geht es eben nicht um den Lauf an sich, sondern um das Training. Denn ein Buch schreiben erfordert ein ähnliches Mindset, wie das Marathontraining inklusive dem anschließenden Marathon. 

Zum einen hat Schreiben etwas mit Üben zu tun und mit Durchhalten … Und auch mit der Erfolgsdefinition vorab. In welcher Zeit will ich meinen Marathon denn laufen? Bin ich beim ersten Mal zufrieden, wenn ich vor dem Besenwagen über die Ziellinie laufe, oder nicht?

Darüber hinaus ist die Frage: Wie motiviere ich mich jeden Tag zu trainieren und wie halte ich am Ende tatsächlich durch? Viele dieser Punkte haben wir in den vorangegangenen Kapiteln schon geklärt. Hier geht es um die tatsächliche Anwendung.

Wie kann ich für das Buch-Schreiben trainieren?

Eine gute Möglichkeit ist, das Schreiben an sich erst einmal zu trainieren, bevor Du überhaupt mit dem Buch schreiben beginnst. Das hört sich zwar etwas merkwürdig an, aber wenn wir uns noch einmal daran erinnern, dass Schreiben ein Handwerk ist, wird es um einiges klarer. Kein/e Handwerker*in ist in der Lage einen Dachstuhl, ein schmiedeeisernes Tor oder eine Mauer ohne Übung einfach so aus der Hüfte zu bauen. Ohne es vorher in irgendeiner Form gelernt zu haben. Und einen Marathon kannst Du ohne Training auch nicht laufen. Zwei bis drei Monate Schreiberfahrung zu sammeln und das Schreiben zu üben ist in diesem Moment eine gute Idee. 

Ich habe zwei Jahre lang einen wöchentlichen Blog geschrieben, aus den Artikeln zwei Bücher im Selfpublishing gemacht, bevor ich mein erstes Buch im Verlag angegangen bin. Bloggen ist die beste Trainings- bzw. Übungsmethode. Du übst Dich nicht nur im Schreiben, sondern auch darin, es regelmäßig zu tun. Du lernst zu schreiben, auch wenn Dir mal nix einfällt, und Du kannst Dich mit Deinem Thema schon lange vor dem eigentlichen Buchschreibprozess auseinandersetzen. Darüber hinaus sind Blogartikel kürzer als ein Buch und damit auch viel leichter geschrieben. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil. Mit den Blogartikeln kannst Du wunderbar auf Dich aufmerksam machen. 

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Als Sachbuchautor*in hast Du sicher jede Menge Ideen für Blogartikel. Du schreibst einfach über Deine Expertise. Aber auch, wenn Du einen Roman schreiben willst, ist bloggen eine wunderbare Idee. Du kannst Buchrezensionen über Bücher aus dem Genre schreiben, über das Du schreiben willst. Damit hast Du gleich doppeltes Training, denn wer schreiben will, muss lesen. Ich habe bisher noch kein/e Autor*in getroffen, der oder die nicht mehr oder weniger exzessiv liest. Die Idee bietet sich natürlich auch bei Sachbuchautor*innen an. Weitere Ideen für die Belletristiker*innen sind Kurzgeschichten, Figurenentwicklungen, Umfeldbeschreibungen oder einfach erste Fortsetzungsgeschichten. 

Wie beim Marathon ist ein Trainingsplan empfehlenswert. Überlege Dir einfach vorher, wann Du was schreiben willst bzw. wann Du trainierst. Das klingt wahnsinnig uninspiriert, aber so ein Buch besteht in vielen Teilen nicht aus Inspiration, sondern aus Transpiration. Auch wenn wir Autor*innen immer wieder begeistert von den inspirierten Momenten berichten, am Ende sind wir alle Verdrängungskünstler*innen, die sich nur noch an die schönen Momente erinnern. Auch hier funktioniert die Marathonanalogie. Die meisten Marathonis erzählen Dir später, was für eine tolle Erfahrung ein Marathon sei. Und in der Regel melden sie sich gleich wieder zum nächsten Marathon an. Die Schmerzen und den Kampf haben sie zwar noch in Erinnerung, aber das Runnerhigh lässt sie all die Schmerzen vergessen und sie wollen sofort wieder loslaufen. Mit dem Schreiben ist es ähnlich. Es gibt Etappen, die machen eine Menge Freude, sie euphorisieren die Schreibenden regelrecht. Und dann gibt es die Phasen voller Zweifel, Ärger und Schmerzen. Diese sind bei den verschiedenen Autor*innen unterschiedlich gelagert, aber alle haben sie. Bei mir ist es die Phase, wenn meine Bücher aus dem Lektorat zurückkommen und ich sie überarbeiten muss. Das ist für mich die Pest. Aber ich weiß das inzwischen und habe mir Strategien zurechtgelegt, wie ich optimal durch diese Phase durchkomme.

Was solltest Du für das Buch-schreiben für Dich nun aus diesem Artikel mitnehmen?

  1. Übung macht die Meister*innen. Schreibe einen Blog und übe das Schreiben an sich.
  2. Mach Dir einen Trainingsplan und halte Dich daran. Lege einen Tag und eine Uhrzeit in der Woche fest, an der Du Deinen Blogartikel schreibst. Und wenn Dir nichts einfällt, setzt Du Dich trotzdem an den Schreibtisch. Im Zweifel schreibst Du darüber, dass Dir nichts einfällt und wie sich das anfühlt.
  3. Wenn es dann ans Buchschreiben geht, mach Dir wieder einen Trainingsplan und halte Dich daran. Wie viel willst Du pro Tag schreiben? Um wie viel Uhr schreibst Du? Räum Dir diese Zeiten frei. Und auf was verzichtest Du an dem jeweiligen Tag bewusst, damit Du Zeit zum Schreiben hast?
  4. Tu es!

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch „Tschüss Schreibblockade! Hallo Schreibflow! Mindset für Autor*innen“.

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