Warum sich Dein Hirn nicht für Deine neuen Ziele interessiert

Warum sich Dein Hirn nicht für Deine neuen Ziele interessiert

29. Juni 2020

Warum sich Deinem Hirn Deine Ziele egal sind …

Achtung! Eine eine neue Idee klopft an die Tür! Und damit auch wieder die guten Vorsätze und neuen Ziele die wir sowieso nicht erreichen. Warum also überhaupt neue Projekt starten und neue Ziele setzen? Bringt doch eh alles nichts. Doch! Denn nur wer weiß wo es hingehen soll, kann auch ankommen!

Okay, ursprünglich hatte ich mir überlegt mal wieder die ganzen Zielerreichungsstrategien, die Trainer, Speaker und Coaches so zum besten geben aufzuwärmen. Aber warum? Einfach mal googeln funktioniert doch wunderbar. Da findest Du dann alles über S.M.A.R.Te Ziele und wie Du sie erreichst. Oder auch nicht … Und auch noch ein paar andere Strategien die Dich selbstverständlich ganz einfach zum Ziel führen. Oder eben auch nicht …

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Wenn es alles so unglaublich einfach ist, warum ist es dann doch so schwer? Warum gehe ich beispielsweise mit Neujahrsvorsätzen höchstens vier Wochen ins Fitnessstudio, um dann den Rest des Jahres nur noch brav meine Beiträge zu bezahlen? Und warum kriege ich diese beknackten fünf Kilo einfach nicht von den Hüften. Ganz einfach: Unser Gehirn hat überhaupt kein Interesse daran! Neue Ziele bedeuten neue Gewohnheiten und die bedeuten Energieverbrauch. Das findet unser Gehirn gar nicht schick. Hinzu kommt noch, dass diese neuen Tätigkeiten in der Regel am Anfang so gar keinen Spaß machen. Und da zu unseren menschlichen Grundbedürfnissen nach Grawes, ausschließlich Lustgewinn und Unlustvermeidung zählen, kann sich jeder an fünf Fingern abzählen, dass das mit dem Fitnessstudio nichts wird. Oder mit den neuen Zielen die der Chef gerade wieder angeschleppt hat … Oder die ich mir für meine neuen Projekte ausgedacht habe …

Lustgewinn oder Unlustvermeidung: Mehr will Dein Hirn nicht

Alle neuen Ziele müssen über die Hürden „Lustgewinn und Unlustvermeidung“. Da die meisten neuen Ziele oft nur rational begründet sind, haben sie nicht den Hauch einer Chance, dass unser Hirn darauf anspringt. Klar, die Ratio sagt – wenn wir Glück haben – na gut, ich mach mit. Aber das Gefühlszentrum, das limbische System sagt „Nö, kannst Du knicken“. Dann strampelt die Ratio eine Weile, hält aber in der Regel nicht so lange durch bis es Spaß macht und damit haben sich die neuen Ziele erledigt. Selbst bei Projekten, die uns vordergründig am Herzen liegen ist das so. Denn sie liegen uns zwar am Herzen, aber unser Hirn versteht sehr gut, wieviel Arbeit sie bedeuten und winkt nach der ersten Euphorie nur noch müde ab.

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Wenn es uns nicht gelingt ein starkes „Hin zu“ oder ein überzeugendes „Weg von“ Gefühl zu erzeugen. Und Obacht! Es muss ein Gefühl, kein Argument sein, dann muss die Ratio einen verdammt langen Atem haben, um das limbische System zum Mitmachen zu zwingen. Beide Herangehensweisen funktionieren. Allerdings wählen wir in der Regel immer die Zweite und halten dann nicht durch …

Neu Gewohnheiten sind der Schlüssel zum Erfolg

Die Macht der Gewohnheit ist der härteste Klebstoff der Welt. Mach Dir das klar und dann ran an den Feind. Immer wieder. Verzweifeln und Ärger zwischendrin sind erlaubt. Auch Rückschläge. Und noch wichtiger: Synapsenparties wenn etwas funktioniert. Feiere jeden noch so kleinen Etappensieg und kröne jeden rational hart erarbeiteten Erfolg mit einem guten Gefühl. Damit wird der nächste Schritt leichter. Der nächste dann auch und ein Rückschlag lässt sich besser weg stecken. Gefühl und Ratio als Team sind eben unschlagbar.

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Anja Niekerken

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