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Über die Hintergründe von Social Media

Über die Hintergründe von Social Media

13. August 2023

Gefahren und Möglichkeiten – ein Interview mit Isabell Prophet

Anja: So erstes Interview nach der Sommerpause. 

Verrückt, und ich habe zu Gast die wunderbare Isabell Prophet. 

Isabell war schon öfter da, und heute sprechen wir über Social Media, denn darüber hat Isabell ein Buch geschrieben, und das ist doch genau der richtige Anlass, darüber zu sprechen. Hier geht’s zum Buch

Isabell: Hallo, vielen dank für die Einladung. Ich freue mich.

Anja: Ja, sehr gerne. Isabell, ich habe das eben in der in der Einleitung schon gesagt. Du hast ein Buch geschrieben über Social Media für Jugendliche.

Du hast mir in unserem Vorgespräch erzählt, dass du dir so ein Buch gewünscht hättest, als du mit Social Media angefangen hast. 

Erzähl mal genau, wie es zu dem Buch gekommen ist und warum du es geschrieben hast. 

Isabell: Ich hab, das ist jetzt anderthalb Jahre her, eine Social Media Auszeit gemacht.

Gar nicht aus einem Leidensdruck heraus, sondern so als spontaner Impuls.

Okay, hab mich dann für, also ursprünglich für zwei Monate, von Twitter komplett abgemeldet, hatte auch Instagram in der Zeit nicht genutzt und fand es ganz schön.

In den ersten Tagen habe ich mich noch ganz viel damit beschäftigt, bevor es dann automatisch in den Hintergrund rutschte. 

Wenn man Social Media nicht nutzt, verliert es sofort an Relevanz. 

Und dann habe ich gedacht, ich wünschte, ich hätte all diese Dinge vorher gewusst.

Denn als wir alle mit Social Media angefangen haben, hat es sich ja nicht ganz klein organisch entwickelt, es war einfach nur da. 

Man hat es genutzt oder nicht.

Es war auch sowieso nicht relevant.

Und dann wurde es aber immer wichtiger …

Hinzu kommen natürlich die ganzen Dinge, die wir heute über Social Media wissen: wie die Unternehmen funktionieren, was es mit der Psyche macht und so weiter … 

Das war damals nicht nur alles nicht klar, sondern das war in dem Maße auch noch gar nicht existent. 

Und so hat sich das dann so ein bisschen in mir entwickelt, und dann habe ich in sehr, sehr kurzer Zeit ein Konzept geschrieben.

Ich kannte das Format „Klartext“ von einer Freundin und hab meinem Agenten gesagt: „Lass uns doch einfach mal mit Carlsen reden, ob die Lust haben, das mit uns zu machen, und die hatten sofort Lust. 

So ist es zu diesem Buch gekommen.

Anja: Ja, so kommt man meistens zu Büchern. Das stimmt. 

Lass uns noch mal da ansetzen, dass du gesagt hast: Als du angefangen hast mit Social Media, also in deiner Jugend, als wir noch jung waren, wobei du ja noch viel jünger bist als ich, da war das noch nicht so so, das, sag ich mal so, diese ganzen negative Aspekte noch nicht so aufpoppten und noch nicht so ein Thema waren.

Isabell: Es war schon ein Thema, aber nicht in Social Media. 

Es gab ja die Vorläufer von Social Media. Wie z.B. Napster.

Wer, wer vor 20 Jahren Filme runtergeladen hat, der weiß, wie schwierig es manchmal war, die zu finden. Und das lief alles über verschiedene Server auf denen gab es aber auch Chat-Communitie. 

Und da gab es den Bereich ganzen Bereich Kinderpornografie, Groming, also das Anmachen von von jungen Menschen … im Internet gab es alles schon. 

Aber es war nicht Teil der allgemeinen Gesellschaft. 

Das geht zurück bis in die 90 er, also in dem Sinne in die graue Internetvorzeit, und das war immer schon ein Problem. 

Aber es war noch nicht so breit in der Gesellschaft, es waren Nischen, das waren wenig Leute, die das gemacht haben …

Anja: Spannend in deinem Buch ist, dass du beschreibst, was, was passiert, wenn du Social Media mal ausmachst, oder eine ganz tolle Frage, die relativ weit am Anfang kommt, die fand ich auch mega interessant: Wer sind wir ohne Social Media? 

Das fand ich mega spannend, weil ich dachte, jetzt so für mein Alter ist es egal, weil ich kenne ja die Welt noch ohne Social Media. 

Klar, ich müsste mich erst mal wieder dran gewöhnen. 

Das merke ich jetzt auch, wo ich eine Instagram Pause mache auf meinem Job Account. 

Ich habe ja gar keinen privaten Instagram Account, aber für mich ist das so: ja dann halt nicht! 

Dann lese ich halt wieder Zeitung …

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Isabell: Ja, heute ist das anders. 

Viele soziale Beziehungen nutzen Social Media als Schmiermittel, als Unterstützung.

Viele Freundschaften bestehen zwischen Menschen, die sehr weit auseinander leben oder die sehr unterschiedliche Lebenssituationen haben. 

Wir haben heute viel Ganztagsschule, wir haben außerschulische Aktivitäten, die den Rest des Tages füllen, und gleichzeitig haben wir diese totale Normalität der Echtzeit Kommunikation, die nicht live stattfindet, sondern über Geräte. 

Das ist total normal. Das ist ja auch wahnsinnig schön, ist ja auch eine riesengroße Chance. 

Menschen können sich austauschen, ohne gesehen zu werden. 

Man kann nachdenken, man kann durchaus sehen, während man nachdenkt, ist ja großartig.

All die Dinge, die früher nicht gingen, sind eine Riesenchance, machen es aber natürlich viel schwieriger, wie schwerer, sich davon zu lösen. 

So genau, und das ist das, was früher anders war, weil früher war Social Media eher auch eine Ausprägung von Einsamkeit, in so einer Community zu sein. 

Also, in meinem echten Leben fühle ich mich unverstanden, ich für mich allein, also wie eigentlich jeder Mensch. 

Aber dann gehst du eben in so eine online Community und hattest da Menschen, die dich verstanden haben.

Das war aber was anderes als heute, weil du keinen direkten Druck hattest. 

Aber natürlich war es für diejenigen, die da sehr tief drinsteckten und vielleicht auch das Gefühl hatten, das reicht mir so nicht, trotzdem in dem Sinne problematisch. 

Es war aber nicht dieses Massenphänomen, das wir heute sehen.

Anja: Ja, da hast du total recht. Ich musste gerade daran denken. 

Ich war 1986, ich glaube, da bist du gerade geboren worden. 

1986 war ich ein Jahr in Amerika und habe da natürlich auch Freundschaften geschlossen. 

Meine erste große Liebe hatte ich da und und und und 

Damals gab es noch kein Social Media. 

Also, ich musste zum Beispiel mit meinem damaligen Freund, den ich ja in Amerika hatte, Briefe schreiben und telefonieren. 

Wir durften einmal im Monat telefonieren, weil es auch ziemlich teuer war, nach Amerika zu telefonieren. 

Wir hatten vorgegebene Telefonzeiten und durften auch nicht länger als 15 Minuten telefonieren. 

Aber es ist dann natürlich irgendwann auseinandergegangen, und der Witz ist, durch Facebook haben wir jetzt wieder Kontakt. 

Also, das ist ja auf der einen Seite wahnsinnig schön.

Auf der anderen Seite ist es aber auch so: Man hat sich wiedergefunden, hat sich kurz ausgetauscht, und dann war es das aber auch.

Diese Beziehung ist halt auseinander gegangen, und jetzt sieht man: Ach, guck mal, das machen die jetzt … Ach, guck mal, die haben jetzt Kinder und ach, Guck mal, das arbeiten die jetzt …

Und jetzt ist es aber auch egal. 

Das hat so ein bisschen was von Klassentreffen.

Da geht man einmal hin, stellt sich gut dar, und dann war es das auch wieder.

Isabell: Da sprichst du ja von einem sozialen Verhältnis zu jemandem, das gelöst ist.

Anja: Ja, genau.

Isabell: Der Anwendungsfall gerade bei jüngeren Menschen ist aber noch stärker. 

Das zieht sich eigentlich heute durch alle Altersgruppen. 

Wir sehen hier Beziehungen von denen du emotional gar nicht gelöst bist. 

Das sind Menschen, die dir wahnsinnig wichtig sind, denen du alles erzählen möchtest, von denen du alles wissen möchtest, von denen du dir auch Bestätigungen erhoffst. 

Das ist eine ganz, ganz andere Situation, und das hat auch Kommunikation verändert. 

Das hat auch zwischenmenschliche Beziehungen sehr, sehr stark verändert. 

Es gibt Studien die besagen, dass Social Media Nutzung stark zusammenhängt mit dem Wunsch nach externer Bestätigung im Unterschied zu „Ich kann mich selbst validieren und sagen, gut, das gestern war ein bisschen peinlich, aber ist jetzt ja auch vorbei“

Natürlich schämst du dich noch zwei Jahre länger und wenn du 30 bist, nochmal 😉

Alles ganz normal, aber trotzdem kannst du dir selbst die Validierung geben. 

Diese Fähigkeit geht verloren.

Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen Social Media, Nutzungszeit bzw. Intensität und der Fähigkeit sich nicht mehr so gut validieren zu können.

Anja: Hm!

Kannst du das noch ein bisschen bisschen genauer ausführen? Wie meinst du das also? Sich sich selber einschätzen? Oder Validieren? 

Letztendlich läuft doch unsere gesamte Kommunikation darauf hinaus, dass wir dabei  überprüfen, wer wir sind …

Isabell: Genau es geht darum, wer bin ich? Bin ich okay? Bin ich als Mensch in Ordnung? 

Ist mein Verhalten in Ordnung? Reicht mein Sozialleben? Reicht mein Privatleben? 

Reichen die Abenteuer, die ich erlebe in meinem Leben? 

Da sagen wir jetzt klar!

Das ist aber bei einem jüngeren Menschen natürlich noch gar nicht im gleichen Maße so.

Von da gehen wir jetzt in die ganz alte Anthropologie rein. 

Ich brauche eine Bestätigung durch die Gruppe, durch andere Menschen. 

Das ist ein normales menschliche Bedürfnis.

Für Bilder oder Videos oder für Aussagen, die ich mache, bin ich witzig kann ich es zum einen für mich selbst feststellen, ja, das ist ein guter Witz oder eine gute Aktivität.

Ich kann das alles aber auch erst mal ins Internet stellen und gucken, was sagen denn die anderen, und dann kommt eine Bestätigung oder eben nicht. 

Das Perfide daran ist, dass diese Bestätigung aber nicht nur daran hängt, was andere von mir denken, sondern auch immer ein gewisses Zufallselement hat. 

Die Algorithmen der sozialen Netzwerke sind einerseits natürlich dafür gemacht, Reichweiten zu erzeugen, Nutzung zu erhöhen. 

Das ist nach außen gerichtet, nach innen gerichtet auf die einzelne Person haben sie ein gewisses Zufallselement. 

Das heißt, es läuft auch mal ein Post schlecht, und das Ziel dessen ist, dass du es wieder versuchen sollst, und es läuft auch mal ein Beitrag exorbitant gut, und möglicherweise war der total super. 

Möglicherweise hat der Algorithmus dir aber auch nur zeigen wollen, was alles möglich ist. 

Es geht also darum, die Nutzungszeit zu maximieren, und das hat eine Auswirkung auf die Psyche. 

Es gibt Bestätigung oder es gibt keine Bestätigung, es gibt viel Bestätigung oder es gibt wenig Bestätigung, und das macht was mit den Menschen, und das tragen Menschen mit in ihren Alltag hinein.

Dann geht es ans Selbstwertgefühl, und dann haben wir ein Problem, weil dann stehst du vor einer Gruppe von Menschen und sollst einen kurzen Vortrag halten und brauchst Validierung.

Du brauchst Bestätigung: Ich bin okay.

Im Idealfall bin ich sogar gerade gut, ich bin unterhaltsam, und das sind aber alles normale Menschen. 

Das heißt, sie interessieren sich gerade für irgendwas anderes, weil die mit ihren Gedanken woanders sind, und die sind ja so, oder die sind so oder die sind so, und das ist total normal … 

Du kannst aber in dem Moment nicht mehr feststellen, hey, das ist cool, was ich gerade mache.

Weil du es entweder verlernt hast oder noch gar nicht gelernt hast.

Wenn wir diesen Prozess verzögern, dann haben wir Menschen, denen es am Ende nicht gut geht.

Anja: Ja, ich kann das bestätigen, und wie gesagt, ich bin ja noch ohne diesen ganzen Kram aufgewachsen.

Wenn ich dieses Element des Aufwachsens dazu addiere, dann ist das schon ein ganz schönes Thema.

Gerade das, was du gesagt hast: Ich mache gerade zum Zeitpunkt dieser Aufnahme eine Instagram Pause, weil ich auch gemerkt habe, mir ist es zu viel geworden.

Ich mache zwar keine komplette Social Media Pause, aber ich habe eben gemerkt, dass ich extrem agitiert war in meiner Produktion von Inhalten, um mehr Reichweite zu bekommen.

Diese Agitierung ist genau dadurch entstanden, was du gesagt hast. 

Der Algorithmus hat mir gesagt, kein guter Post. Zeigen wir nicht so vielen Leuten, nicht so viel Reichweite, und ich habe so gestrampelt, um es besser zu machen …

Ich habe mir alles angeguckt: Was kannst du mache? Was ist da ideal, was nicht? 

Und die Antwort ist: Das weiß keiner! 

Weil der Algorithmus dich auch als Creator oder Creatorin, was ich ja bin, genauso agitiert hält.

Am besten kann man das bei bei unserem Reiseaccount verfolgen. 

Mein Mann und ich wir ja noch einen Reiseaccount (@niekerkensreise).

Da kann man das so gut sehen, denn da kümmern wir uns aktuell nicht so super drum. 

Und Du kannst da die Uhr nach stellen, dass wir ein, zwei, drei nicht so gute Reels oder Posts haben, und danach geht regelmäßig einer durch die Decke.

Dann kommt wieder einer, der ist nicht ganz so schick, aber noch gut, und dann geht es wieder runter … 

Da kannst dann die Muster erkennen.

Isabell: Ja, weißt du, was das Lustige daran ist? 

Wir erleben da fast so eine Art von, sagen wir, Kulturpolitik.

Facebook entscheidet also der Meta Konzern, entscheidet: Wir wollen Video in die Welt bringen.

Anja: Ja, das letzte Jahr mit den Reels: Oh Gott, das war schlimm!

Isabell: Ja, sie stellen den Algorithmus so um, dass die Leute am meisten Reichweite bekommen, die in einem bestimmten Rhythmus diese Politik teilen.

Das heißt die Plattform macht am Ende Politik, und dadurch verändern sie sich Gewohnheiten, und natürlich hat eigentlich keine Sau Bock. 

Videos nerven, weil die Leute einfach noch unterwegs sind, weil es Bandbreite zieht, weil die Internetverträge es gar nicht abdecken, weil die Volumen begrenzt sind und so weiter …

Dann fängt man aber durch die Masse an Videos/Reels an, seine Gewohnheit zu verändern.

Und so wird Video tatsächlich populärer. 

Das heißt, wir haben hier einen gewinnorientierten Weltkonzern, einen der größten mächtigsten Konzerne auf diesem Planeten – das gilt für jeden Menschen auf der Welt, ob es nur nutzt oder nicht – der unsere Kultur aktiv prägt. 

Das ist ein bisschen problematisch, weil unsere Kultur sich bislang sehr natürlich entwickelt hat. 

Natürlich entwickelt sie sich auch immer durch Machtverhältnisse, und natürlich war das bislang, oder sagen wir, in den vergangenen ungefähr fünf bis 8000 Jahren sehr stark durch Männer geprägt, und es ist schön, dass sich das jetzt auch etwas verändert. 

Das ist die große Chance in Social Media. 

Frauen bekommen eine Stimme, die sie vorher einfach nicht hatten

Und auch andere marginalisierte Gruppen. 

Aber trotzdem haben wir hier eine Einheit, dieses Unternehmen als Einheit, das Kultur steuert und darüber darauf einwirkt, wie wir als Menschen zusammenleben, wie wir kommunizieren, was uns wichtig ist.

Was wir sehen, also Stichwort „Ticktock“ und seine massiv ausgelebte, sehr offensiv ausgelebte Transfeindlichkeit. 

Das ist eine wahnsinnige Macht, und die steht dieser Chance gegenüber. 

Dessen muss man sich einfach bewusst sein. 

Ich bin der Meinung, dass wir soziale Netzwerke dringend brauchen und wahrscheinlich für immer brauchen werden, weil sie die einzige Chance in bestehende Machtstrukturen, und es gibt immer bestehende Machtstrukturen, wieder aufzubrechen und das ein bisschen dynamisch zu halten. 

Das ist wahnsinnig wichtig.

Aber wir müssen einfach uns klar machen, dass das gewinnorientierte Unternehmen sind, die ihr Geld damit verdienen, dass andere Unternehmen sie dafür bezahlen, unsere Aufmerksamkeit agitiert zu halten.

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Anja: Das stimmt.

Es ist ein schwieriger Grad, auch wenn man selber als Creator oder Creatorin unterwegs ist. 

Zum einen ist es ein schwieriger Grad zu gucken: Okay, wie gehe ich als als Creator/Creatorin verantwortungsbewusst damit um, also im Hinblick auf das, was ich rausgebe in meinem Content. 

Das ist ja auch ganz egal, ob ich jetzt Marketingcontent für Selbstständige mache, oder ob ich jetzt sage, okay, pass auf, ich zeig dir mein Leben und pack da dann zwischendurch Produktwerbung mit rein.

Was ich völlig, was ich völlig okay finde, solange du das in einem verantwortungsbewussten Verhältnis machst. 

Aber der Punkt an sich ist natürlich auch zu gucken, dass man selber nicht in dieses Loch fällt und eben immer im Hinterkopf hat, dass ist hier fremdes Territorium. 

Also, ich nutze hier die Plattform eines Riesenkonzern, und ich füttere ja auch das Monster mit.

Denn wäre ich jetzt nicht da, würde ich meinen Kram da nicht hinpacken, würde es ja auch nicht so gut funktionieren. In der Masse natürlich.

Ich habe gerade vor kurzem ein sehr schönes Beispiel auf YouTube gesehen, und zwar, da ging es um Katja Krasovice, die Deutschrapperin, die Shitstorms anscheinend ganz aktiv nutzt, bevor sie neue Sachen rausbringt.

Sie verursacht demnach absichtlich Shitstorms, weil Shitstorm immer am einfachsten und schnellsten Reichweite bringen.

Alle sprechen dann darüber und sie löst das kurze Zeit später wieder auf für ihre Community. Alle anderen sind ihr egal. 

Klar man muss natürlich auch tough sein und das auch abkönnen. 

Aber über diesen Shitstorm wird dann Reichweite generiert.

Ob das jetzt so verantwortungsbewusst ist? Weiß ich nicht.

Isabell: Ja, das ist auch etwas, das momentan massiv ausgenutzt wird. 

Also wir sehen es im kleinen bei LinkedIn, wo dann so provokante erste Sätze Aufmerksamkeit erzeugen sollen.

Random-Shit-These mit Ausrufezeichen oder hört auf Dinge, die niemand mehr tut. 

Am Ende trauen sich die Leute nicht und fangen es wieder auf, und dann wird es so ganz sanft und ganz lieb und ganz, ganz konsensfähig. 

Das ist die eine Variante, die wir sehen. 

Die andere Variante, die wir sehen, ist aus dem Bereich „bewegen wir uns politisch ein bisschen nach rechts“. 

Wir bewegen uns gesellschaftlich gerade ein bisschen in der Zeit zurück.

Zurück zur Reimplementierung alter Machtstrukturen oder zumindest der Versuch dies zu tun. 

Da sehen wir auch, dass da bewusst aggressiv argumentiert wird, auch bewusst provoziert wird.

Eigentlich langweilig.

Bei Provokation geht es nur darum Reichweite in den eigenen Bubbles zu erzeugen, die dann rüber strahlt zu den anderen.

Das braucht es, damit die natürlich Gegenrede machen.

Gegenrede, ist wichtig. Gegenrede ist eben auch immer Reichweite.

Und die sozialen Netzwerke fördern Debatten mit Reichweite. 

Das wird ganz, ganz bewusst dazu ausgenutzt, Reichweite zu erzeugen für rechtskonservative und diskriminierende Thesen, um das Gedankengut zu verbreiten, um auch zu zeigen hier, wir sind viele, und dann passiert, was ganz Spannendes … 

Leute in einer negativen Grundstimmung, die das Gefühl haben, sie verlieren Macht, sie verlieren Bedeutung, kommen in diese Gruppen oder bekommen Kontakt dazu, und dann lesen sie es immer häufiger Dinge, die ihre Meinung, negative Grundstimmung bestätigen.

Diese Menschen bekommen auf einmal das Gefühl, dass es stimmt, was sie denken und fühlen.

Das nennt sich Illusionen der Mehrheit. 

Plötzlich denken sie, sie sind viele und werden dominiert von einer kleinen Gruppe, die ihnen aber eigentlich gar nichts zu sagen hat. 

Und das Interessante ist, dass es nicht stimmt. 

Es gibt so viele verschiedene Meinungen, aber durch die sozialen Netzwerke und wie die Algorithmen gestaltet sind, haben sie das Gefühl, sie sind eine riesengroße Gruppe, und damit ist ihre Meinung, auch wenn sie sie am Anfang vielleicht selbst noch kritisch gesehen habe, ja total validiert oder total gerechtfertigt, weil die anderen sehen es auch so …

Die Meinung ist aber möglicherweise rechtsradikal, frauenfeindlich, transfeindlich … 

Aber es gibt ja so viele Leute die auch so denken, also kann es ja nicht falsch sein …

Und auf einmal hörst du auf zu hinterfragen, du hörst auf, Gegenargumente zu suchen. 

Ein schönes Beispiel, war der Prozess zwischen Johnny Depp und Amber Hurt.

Jeder  hat irgendwie mal so reingeguckt, und natürlich wurde es auch auf Social Media ganz intensiv begleitet. 

Wenn du aber angefangen hast, dich mit diesem Prozess zu beschäftigen, hat dir der Algorithmus plötzlich massiv frauenfeindliche Beiträge gezeigt, weil er dachte, alles klar, du interessierst dich dafür, und viele, die sich dafür interessieren, sind auch frauenfeindlich.

Das heißt etwas, mit dem ich als Mitte 30-jährige Frau noch nie in Berührung gekommen bin auf Instagram oder YouTube, wurde mir plötzlich so massiv angezeigt, weil der Algorithmus gedacht hat, ah, okay, alles klar, die denkt auch so.

Natürlich gibt es auch Frauen, die genauso denken. 

Mir wurde etwas gezeigt, was ich vorher nicht auf dem Schirm hatte, und damit wird Meinung gemacht. 

Das heißt, diese Algorithmen machen Meinung.

Funktioniert bei KI und funktioniert wahnsinnig gut bei Social Media Algorithmen. 

Du kannst Meinungen prägen, indem du einfach artverwandte Themen testest. 

Also jemand, der am Beispiel Hipphopp hört, könnte vielleicht auch eine Basecap kaufen. 

Jemand, der sich für einen häusliche Gewalt Prozess interessiert, könnte auch frauenfeindlich sein. 

So, und das sind die widerlichsten Inhalte. 

Und so werden Meinungen auch verstärkt.

Anja: Ja, klar! Da kommt ja auch der Bestätigungsfehler, der Confirmationbias, den wir sowieso haben, ins Spiel. 

Der ist ja auch ein Problem innerhalb von von Verschwörungsmythen oder so, dass man in solche Sachen rein rutscht. 

Die Grundlage ist ja oft der Confirmationbias.

Wir suchen ja nicht mehr nach der Frage „Warum könnte es nicht stimmen?“ Sondern wir suchen ja nur noch nach: Warum stimmt es? 

Und diese Algorithmen befeuern das natürlich, die zeigen dir dann immer mehr und bestätigen Deine Theorie.

Ich hab das jetzt, ähnlich wie bei diesem bei dem Prozess, mit dieser ganzen Rammstein Diskussion.

Da habe ich mir ein, zwei Videos auf YouTube angeguckt, die eine Gegenrede hatten, also nicht zu dem, wie es jetzt alles aufgearbeitet ist, sondern eine Gegenrede zu dem also, warum es nicht so sein könnte. 

Abgesehen davon, dass ich das nicht bis zu Ende gucken konnte, ging es relativ schnell, dass der Algorithmus dann gesagt hat: Ach so, aber wenn du das nicht zu Ende gucken kannst, dann guck dir doch noch mal das an, das könnte dich interessieren, und es wird immer schlimmer.

Isabell: Ja, und das interessante ist, dass die Qualität der Argumentation dann ja plötzlich auch sehr, sehr schlecht wird, weil es keinen Druck gibt, gut zu argumentieren, weil es sich in einer Blase bewegt. 

Wenn du es gut genug sagst, dann hast du plötzlich ein Scheinargument kreiert, und das ist schwierig, weil in dem Moment hast du nichts gemacht, aber du hast die Leute auf deiner Seite, weil du es einfach eloquent gemacht hast, und das sind Leute, die können das sehr, sehr gut, und davon gibt es wahnsinnig viele.

Anja: Ja, das stimmt. 

Du bringst in deinem Buch ein Beispiel, das kannte ich noch gar nicht.

Wie Social Media letztendlich tötet. 

Also es geht um Amanda Todd, eine Kanadierin, wenn ich das richtig weiß.

15 Jahre alt oder mit 15, hat sie sich umgebracht aufgrund von Mobbing. 

Magst du mal von diesem Beispiel, von Amanda sprechen, also oder mal berichten? 

Das fand ich nämlich auch ganz interessant, wie da was passiert ist. 

Zum einen wurde sie ja gegroomt, also zum einen Cybergrooming ein Thema, das vor Jahren passiert ist, welches dann zu Mobbing und letztendlich zu Selbstmord führte …

Isabell: Ja, der Fall begann damit, dass sie mit Zwölf Jahren mit anderen in einem Videochat war und sehr viele Komplimente bekommen hat.

Dort wurde sie überredet, ihre Brüste im Videochat zu zeigen, und davon hat jemand Screenshots gemacht und hat diese gespeichert. 

Ungefähr ein Jahr später hat er sich dann bei ihr gemeldet und wollte sie erpressen, ihm mehr zu zeigen. 

Heute wissen wir, dass das ein Täter war. Als Täter ist er verurteilt worden, denn er hat das bei vielen Frauen gemacht. 

Da gibt es ganz viele andere Fälle, Mädchen, in dem Fall junge Frauen, und hat sie dann damit verfolgt … 

In Armadas Fall hat er ihr immer wieder gedroht, das öffentlich zu machen.

Er wusste durch die sozialen Netzwerke, weil sie war ganz normal in sozialen Netzwerken aktiv hatte, also Freundeslisten, hat ihre Schule markiert, und so konnte er sehr viel über kleine Dinge rausfinden. 

Ich hab neulich auch von jemandem die komplette Adresse rausfinden können, innerhalb von einer halben Stunde, einfach nur anhand von Dingen, die im Internet standen, und das ist nicht jemand, der breit aktiv ist.

In meinem Fall habe ich das beruflich gelernt, aber andere können das auch. 

Adressen sind sehr leicht rauszufinden, auch wenn man sie nicht ins Netz stellt.

Und dieser Mensch hatte sehr viele Informationen und, wie gesagt, ihre Freunde. Wir sind ja immer noch bei Teenagern und bei jungen Teenagern.

Dann hat er angefangen, sie zu bedrohen.

Er hat fake Profile erstellt, auch mit diesen Screenshots, und hat es dann letztendlich öffentlich gemacht. 

Das hat sie dadurch erfahren, dass dann morgens um vier die Polizei bei ihr vor der Tür stand, weil es natürlich ein Notfall ist, wenn so was passiert. 

Bei einem jungen Mädchen musst du als als Polizei auch eingreifen, weil du nicht weißt, ob sie sich in dem Moment schon das Leben nimmt, weil es ist eine ganz, ganz schwere Tat. 

Dann ging es weiter. Es war immer wieder so. 

Sie ist dadurch gemobbt worden, das heißt, man hat ihr die Schuld daran gegeben, dass sie das getan hat und sie hat sehr viel Hass erfahren. 

Keine Freundinnen mehr, sie war alleine. 

Sie beschreibt das in einem Video, dass sie niemanden mehr hatte, mit dem sie sprechen konnte. 

Die Familie ist umgezogen, sie hat die Schule gewechselt, ich glaube zweimal, und er hat sie aber immer wieder gefunden. 

Dann hat sie sich mit jemandem angefreundet, und dann hat diese Person, dieser junge Mann, mit dem sie sich angefreundet hat, angefangen, sie anzumachen. 

Und dann gab es einen Vorfall vor der Schule, wo sie körperlich angegriffen, verprügelt wurde, ins Krankenhaus gekommen ist.

Dieser Angriff wurde gefilmt und ins Internet gestellt, und die Kommentare darunter waren: Hoffentlich ist sie nächstes mal erfolgreich, wenn sie versucht, sich umzubringen …

Das heißt, dazwischen lagen schon Suizidversuche.

Und am Ende hat sie sich das Leben genommen. 

Was wir hier sehen, ist eine Umkehr von Täter, Opfer.

Das heißt, sie ist ein Opfer. 

Als sie ein Kind war, hat jemand diese Aufnahmen von ihr gemacht, die Kinderpornografie sind.

Eine Straftat in vielen, vielen Ländern und hat die Aufnahmen veröffentlicht. 

Dafür kann sie nichts. Da war sie ein Kind, und trotzdem hat man die Schuld gegeben. 

Darauf folgt dann so eine soziale Ächtung. 

Wir haben vorhin schon darüber gesprochen, dass Menschen zu den menschlichen Grundbedürfnissen gehört, Anerkennung durch die Gruppe zu erfahren, und sie hatte keine Anerkennung durch die Gruppe. 

Im Gegenteil: Sie war von der Gruppe ausgestoßen und wurde von der Gruppe letztendlich bedroht.

Das ist was, was psychologisch nur sehr, sehr, sehr schwer zu verkraften ist.

Gerade wenn du noch zu jung bist. 

Junge Menschen lernen ja erst noch, sich in dieser Welt und vor allem sich in der virtuellen Welt zu bewegen. 

Selbst wir älteren lernen es auch noch.

Aber die Jüngeren, hatten dafür weniger Zeit.

Und genau in dieser haltlosen Zeit, als Jugendliche ist sie öffentlich verurteilt worden.

Ja, wir müssen in dem Zusammenhang auch darüber sprechen, welchen Täter/Täterinnen-Status die Mitschüler:innen hatten.

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Anja: Ja.

Isabell: Weil Mobbing ist eine Straftat. Mobbing ist auch in Deutschland eine Straftat. 

Diese Täter-Opfer-Umkehr, bei der eine Person bedroht wird, ist auf jeden Fall Mobbing.

Anja: Ja, Mobbing zieht sich durch alles durch. 

Das ist ja wirklich auch ein sehr dramatischer Fall, gar keine Frage. 

Aber es kommen ja auch noch andere Punkte mit dazu. 

Da habe ich nämlich auch drüber nachgedacht, als ich das gelesen habe. 

Weil zum einen ist es ja auch so, dass wir als Menschen die Gruppe suchen. 

Das heißt, wenn schon eine, nur ne ganz kleine Gruppe da ist, müssen ja nur zwei, drei sein. Oder jemand, der sehr meinungsstark ist, kennen wir ja auch in der Schule … 

Es gibt halt die, wenn die sich gegen jemanden verschwören, stellen sich die meisten dahinter eben auch aus diesem Gruppenzugehörigkeitsgefühl.

Vielleicht auch aus Angst, der oder die nächste zu sein.

Isabell: Ja, das ist eine Form von Sicherheit. 

Ich gehe in die Gruppe, mache mit, festige dadurch meinen Status in der Gruppe, und das ausgestoßen sein, passiert mir erstmal nicht. 

Natürlich ein Trugschluss. 

Eine Gruppe, die das tut, tut das auch mit anderen. 

Aber die Grundidee ist erst mal, ich gehe da rein, um mich abzusichern.

Anja: Genau, und dann kommt aber erschwerend auf Social Media hinzu, dass der Algorithmus es eben keinen Leuten zeigt, die gegen so was wären, die sagen: Hey, was machst du da? Hast du nen Dachschaden? 

Moment mal, so, was machen wir hier mal nicht … 

Sondern es werden die Leute bespielt, die das Ganze bestätigen. 

Ein System, welches sich selbst speist. 

Da habe ich lange drüber nachgedacht, wie schwierig das ist.

Weil in dem Moment, wo Cybermobbing stattfindet, ja eben die Leute, die dazwischen gehen würden, das gar nicht sehen!

Isabell: Ja, gleichzeitig ist das Dazwischengehen natürlich auch, muss man ganz klar sagen, ein Risikofaktor. 

Es gibt auch die Geschichte von dem Jungen im Buch, der sich gegen Mobbing gestellt hat und krankenhausreif geschlagen wurde, von einer sehr großen Zahl von Angreifern. 

Da muss die Prävention deutlich früher ansetzen als bei: Das hättet ihr nicht machen sollen. 

Das ist ein Bildungsproblem, also gerade dieses Thema Täter-Opfer-Umkehr. 

Ein ganz klassisches Moment bei Mobbing ist ja, die Person ist einfach nur irgendwie anders. 

Die Stimmung in der Gruppe ist aber nicht so gut. 

Die Person, die nicht zur Gruppe gehört, aus welchen Gründen immer, rempelt jemanden an, hat irgendwas gemacht, dann fängt es an.

Das ist was ganz, ganz Kleines.

Es fängt an mit blöden Kommentaren und das wird gesteigert. 

Weitere, stärkere Auslöser für das Mobbing zu suchen und zu finden, bestätigt den Grund des Ausschlusses, das heißt, es ist wie Psychohygiene. 

Die Gruppe stärkt sich damit, begründet damit ihre eigenen Handlungen, indem sie mehr sucht und hat dann mehr Gründe für Mobbing.

Das wiederum zieht dann andere Leute an. 

Das heißt, es wird größer, es verdichtet sich, es wird stärker, und dadurch entsteht eine Form von von Aggression.

Diese ist heute eben nicht mehr nur körperlich sichtbar, sondern eben oft auch in Bereichen, wo andere, die schützend eingreifen könnten, es erst mal gar nicht sehen.

Nämlich in diesen oft auch geschlossenen Netzwerken. 

Wir sind ja in dem, was wir auf Social Media machen, teilweise sehr offen.

Weil es auch nichts Persönliches ist oder was, total geschlossenes in dem Sinne auch sicher ist … 

Bei den Jüngeren ist es oft so, dass das kleine Netzwerk sind, die sehr intensiv verwoben sind und wo ein sehr großer Hass unbeobachtet entstehen kann, so dass niemand angreifen kann.

Anja: Ja, klar!

Isabell: Und die Täter:innen fühlen sich nicht als Täter:innen, weil sie diese Rechtfertigung für ihre Taten haben.

Anja: Na ja, klar, also, das sehen wir ja jetzt bei Rammstein.

Das ist ja gerade das beste Beispiel für Täter-Opfer-Umkehr. 

Ja, hättest du ja wissen müssen, wenn du dahingehst. 

Nee, ich bin auf eine Party eingeladen worden, und dann muss ich eben nicht gleich sagen, ach so, dann passiert mir sowas. 

Das ist ja totaler Quatsch! Aber das ist eben Täter-Opfer-Umkehr.

Dann kommt ja eben bei den Jugendlichen noch dazu, was du auch in deinem Buch schreibst, dass die natürlich nicht auf Facebook unterwegs sind, weil da sind ihre Eltern.

Da haben die gar keinen Bock drauf.

Die sind auf Plattformen unterwegs, wo wir nicht sind.

Das sind Plattformen, die wir auch nicht so schnell verstehen. 

Snapchat zum Beispiel. 

Ich habe, das weiß ich nicht, mir vier Tage angeguckt und hab gedacht, habe ich keinen Bock drauf. 

Wäre mein Sohn da unterwegs gewesen, hätte ich keine Chance gehabt, und ähnlich ist es ja mit Tiktok.

Was da so passiert. Ich kriege das wirklich auch nur über drei Ecken mit, weil ich selber auf Tiktok nicht bin und da keine Lust zu habe. 

Das ist mir einfach zu schnell, zu nervig, zu aufwendig, und ich mache es ja sowieso nur beruflich, also eben privat. 

Wie gesagt, wenn mein Sohn das machen würde, keine Chance!

Und was es da nicht alles gibt. 

Die meisten Erwachsenen in Anführungszeichen denken ja immer noch: Tiktok ist eine Tanzplattform mit Karaoke.

Aber was da teilweise abgeht ist echt krass.

Isabell: Tiktok ist eine Plattform für Rassismus, White Supremacy, Frauenfeindlichkeit … total!

Anja: Es gibt da Datingcoaches, die erzählen Sachen, wo ich denke „Huch, auf gar keinen Fall!“

Isabell: Die Pick-Up-Community, genau.

Auch ganz groß Mentalhealth-Tipps, die nicht aus dem professionellen Kontext kommen.

Anders als zum Beispiel bei Instagram. Gibt es da auch, aber da gibt es eine stärkere soziale Kontrolle. 

Während du bei Tiktok wirklich das Problem hast, dass Tipps gegeben werden, die einfach Scheiße sind. 

Dann das ganze Thema Spiri-Blase …

Menschen, die spirituell unterwegs sind, da ein sehr großes Gefühl von Rechtfertigung haben, sich gegenseitig validieren, sich gegenseitig bestätigen und wo Dinge erzählt werden, die schlicht unwahr sind und die auch potenziell schädlich sind. 

Also dieses Spiritual Bypassing. Angenommen es besteht möglicherweise ein Trauma. Du bekommst ein spirituell basiertes Konzept dafür, damit es dir besser geht, und du hast nichts damit erreicht, außer dass du es möglicherweise unter ein paar Affirmationen und Ritualen begraben hast. 

Aber es ist immer noch da und dann in dem Sinne auch unbehandelt.

All das läuft ohne jede Kontrolle ab, und das ist schwierig. 

Gleichzeitig ist es natürlich etwas, das wir als Gesellschaft aushalten müssen, wenn wir sagen, wir wollen, das über Soziale Medien Fälle, wie zum Beispiel Lindemann, bekannt werden können. 

Wir wollen, dass jeder Mensch eine Stimme erheben kann, um Dinge bekannt zu machen, die jeder wissen soll.

Dann müssen wir aushalten, dass darüber auch eine Menge Mist verbreitet wird.

Anja: Na ja, ich glaube Social Media ist wie ein Brennglas der Gesellschaft. 

Ich habe da vor kurzem witzigerweise mit meinem Mann darüber gesprochen, dass die ganzen Kneipen wegfallen, sodass man viel weniger ausgeht. 

Was könnte das mit mit Social Media und dem Internet zu tun haben?

Ich glaube ne ganze Menge. 

Wenn ich mir angucke, wie viel Diskurs es in Kneipen und Gaststätten früher gab.

Das passiert heute auf Social Media und im Internet

Vielleicht fällt dadurch dieser Austausch, den wir früher eins zu eins hatten, und damit natürlich auch viele Stammtische, wo Sachen gesagt worden sind, die man, sag ich mal, auf der Firmen Versammlung vielleicht nicht gesagt hätte, fallen natürlich weg. 

Das findet mittlerweile im Internet statt und eben dadurch auch öffentlich, vielleicht ist es das …

Isabell: Teilweise öffentlich. Nicht so anders als am Stammtisch, aber dort besteht mehr Chancen auf 1:1 Gegenrede. Auf jeden Fall.

Anja: Ja, auch von Bestätigung besteht natürlich auch eine größere Chance. 

Wenn ich mir das hier bei uns im Dorf so angucke, da gibt es nur noch ein Restaurant, den obligatorischen Griechen, und dann gibt es eine Kneipe, aber die auch nicht mehr so viel auf hat. 

Früher gab es hier, glaube ich, vier Kneipen oder so, und dann gab es überall Stammtische, und an den Stammtischen saß man natürlich zusammen mit Leuten, die die eigene Sphäre so hatten, aber auch mit Leuten, die dann zwischendurch gesagt haben, du hast doch einen Dachschaden, jetzt ist es mal gut, entspannen dich mal, und du trinkst jetzt nichts mehr, und dann geht es jetzt erst mal nach Hause und überlegst die mal, was du für ein Schwachsinn redest …

Dieses Korrektiv ist weg. Beziehungsweise oft spuckt man ja auch so Ideen raus. Ich zumindest. Also ich spuck oft Ideen raus, dann sagt jemand, was da geht, also sagt mir jemand, was, ich krieg dann ne Antwort, und dann denke ich: Okay so gut, war die Idee jetzt doch nicht …

Isabell: Ja, und im Internet, kannst du die, die deine Ideen ablehnen einfach blocken, dann sind die weg.

Anja: Ja, aber auf der anderen Seite trifft man da natürlich auch auf Leute, die dann sagen, doch doch, deine Idee ist doch ganz genial, und das wird dann natürlich auch wieder angefüttert.

Isabell: Genau!

Anja: Das ist halt so ein Thema, wo ich echt viel drüber nachdenke. 

Aber lass uns noch mal den Bogen spannen zu deinem wunderbaren Buch spannen. 

Ich weiß zwar relativ viel über Social Media, aber ich habe noch viele neue Ansätze gefunden.

Nach jedem Kapitel hast du Fragen hinten angestellt wie: Was macht das mit dir? Was denkst du darüber? Usw.

Ich habe das durchgelesen und dachte so, oh ja, okay, muss ich nochmal drüber nachdenken. Echt super gut gemacht! 

Was macht es denn so mit uns, wenn wir damit professionell arbeiten? 

Du als Journalistin und Autorin, du arbeitest da ja auch professionell mit Social Media und packst ja auch deine Inhalte nach draußen. 

Wie bleibst du klar in der Birne? Um es jetzt mal ganz, ganz krass zu sagen …

Ich persönlich merke gerade: ja, okay, ich werde Instagram extrem runter regeln, weil mich das im letzten Jahr echt über die Uhr gedreht hat. 

Wie machst du das?

Isabell: Mittelmäßig erfolgreich.

Anja: Ja, frag mich, frag mich im halben Jahr nochmal!

Isabell: Ich finde tatsächlich das Wissen um Mechanismen sehr, sehr gut, hilft das alles wirklich zu verstehen. 

Das hat jetzt gerade nichts mit mir zu tun, dass das nicht läuft, und es hat vielleicht auch gar nicht so viel mit mir zu tun, dass es gut läuft …

Natürlich sind es oft auch gute Ideen, die gut laufen, und das ist dann auch gut. 

Aber gleichzeitig ist es nicht immer so, dass die eine Sache die nächste Sache ist. 

Wie hoch ist die Aussagekraft von Social Media über meinen Wert als Person? 

Äußerst gering! 

Wenn weniger Menschen mit meiner Arbeit interagieren, heißt das nicht, dass meine Idee nicht gut war. 

Das heißt manchmal einfach nur, dass die Social Media Verkaufe, nicht gut war. 

Und eine Methode, die wirklich hilft, und das kann ich jedem Menschen, der mit vielen Reizen den Tag über und mit viel Feedback den ganzen Tag über zu tun hat, wie das bei Autorinnen einfach der Fall ist: Dinge an Dir geistig vorbeiziehen zu lassen.

Lass es vorbei ziehen.

Brauchst du diesen Gedanken gerade? 

Ich habe eine Instagramstory gemacht, die mir wahnsinnig am Herzen lag, und so, und natürlich kann ich da in einer Weise professionell drüber nachdenken. 

Wie kann ich das besser erzählen? 

Aber die Verletzung, die daraus entsteht, die kann ich, wie so einen Luftballon, mit Helium gefüllt, anstupsen und vorbeiziehen lassen. 

Das ist eine Übung, die aus der aus der buddhistischen Meditation kommt. 

Ich trainiere mir an, negative Gedanken festzustellen und dann zu sagen, ich mache jetzt nichts mit dir, genauso wie mit negativen Gefühlen. 

Beispielsweise ist Wut ist ein Gefühl, mit dem wir nichts machen müssen, aber in der Regel machen wir es trotzdem. 

Man kann das aber lernen. 

Das gleiche gilt für Enttäuschung, das gleiche gilt für, sagen wir, Neid auf andere Creators oder auf andere Menschen, die mehr Erfolg haben. 

Wir müssen mit diesem Gefühl nichts machen. 

Ich weiß, das klingt wahnsinnig einfach, es ist unglaublich schwer, und ich rate dringend dazu, das zu trainieren. 

Die grundsätzliche, die grundlegende Übung ist, diesen Gedanken zu erkennen oder das Gefühl zu erkennen und es weiterziehen zu lassen. 

Nicht es irgendwie klein zu hauen, sondern einfach zu entscheiden. 

Und mit dir mache ich jetzt gerade nichts.

In der Meditation würde man dann weitergehen und sagen, konzentriere dich auf deinen Atem.

Lass etwas neues kommen, und das hilft enorm. 

Weil, was ist die Relevanz von Social Media in Bezug auf den Wert meiner Person? 

Der ist äußerst gering, und gerade als Autorin muss man das lernen, weil man oft daran gemessen wird, wie viele Follower:innen man hat, und daraus eine Idee von Kompetenz abgeleitet wird.

Das wird einem so gesagt, und dann fühlst du dich der wertlosesten Mensch der Welt. 

Das ist so eine intensive Form von Abwertung, das zu sagen. 

Aber ich bin ja nicht dümmer in dem Moment, nur weil das jemand gesagt hat, und das muss man lernen.

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Anja: Und es ist so ein Quatsch! 

Also, wenn ich auf Instagram gucke, ich glaube, ich habe irgendwas bei 3500, 3400 Follower:innen. 

Das ist nicht viel. Für eine Creatorin ist das wirklich sehr, sehr wenig. 

Trotzdem verkaufe ich wie blöd, aber ich verkauf natürlich nicht nur über Instagram. 

Ich habe ja mehrere Kanäle.

Letztendlich sagt das gar nichts aus. Also so, diese Followerzahlen. 

Es gibt Menschen, die haben Hunderttausende, die haben 500.000 Follower:innen, verdienen damit aber kein Geld. 

Also, es kommt natürlich auch drauf an, was du willst. 

Ich würde aber gerne nochmal auf dein Bild zurückkommen: diesen Gefühlsballon. 

Ichhab das nämlich auch in meinem Leadership Coachings. Ich habe ein anderes Bild. Mein Bild ist etwas drastischer. 

Du kennst mich ja, was mein Sprachgebrauch anbelangt, und bei mir ist es: „Scheiße vorbei schwimmen lassen.“ 

Es ist so, als ob du an einem Fluss sitzt, und alles fließt an dir vorbei.

Alles, was du auf Social Media kriegst, überhaupt alles. Auch in deiner Firma, deiner Familie etc. . 

Du gehst ja auch nicht hin, wenn jetzt ein Stück Scheiße angeschwommen kommt und fischst das raus. 

Das lässt halt vorbei schwimmen: Scheiße, vorbei schwimmen lassen!

Isabell: Ja, so wie so ein Sturm.

Am aller einfachsten ist es, durchzugehen, nach Hause zu gehen und sich nicht zu viel damit beschäftigen, wie hart das Wetter gerade ist.

Wenn ein Sturm kommt: Tue nichts, der geht vorbei. 

Wenn du dich schlecht fühlst wegen irgendwas auf Instagram, auf Social Media, tut gar nichts. Es geht durch dich durch, und auf der anderen Seite ist alles wieder normal.

So ist es mit allem, das erleben, dass fürchterlich ist, aber es zieht vorbei, und auf der anderen Seite ist alles wie vorher. 

Was haben wir für für vernichtende Shitstorms erlebt, gerade gegen Autorinnen, beliebte Zielscheibe oder Schauspielerinnen, Entertainer:innen, die angegangen wurden wegen Dingen, die oftmals gar nicht so groß waren.

Am Ende passiert nichts. 

Das ist total wichtig, aber das ist etwas, das kann ich als Erwachsene so sehen, weil ich genau weiß, am Ende habe ich immer noch mich, und ich habe immer noch mal eine soziale Gruppe, die viel stärker ist. 

Aber junge Menschen sehen das oft nicht, weil bei denen auf der anderen Seite möglicherweise doch alles anders ist.

Das ist die Gefahr, und darum reicht es bei Erwachsenen halt zu sagen, wir beschäftigen uns mit den Mechanismen, wir beschäftigen uns mit den Konzernen, wir beschäftigen uns mit der Psycho, und am Ende haben wir gelernt, wie wir damit umgehen können. 

Bei jungen Menschen müssen wir auch noch das ganze Thema Täter-Opfer-Umkehr erklären. 

Wann wird aus dir, die du dich für rechtschaffen hältst, plötzlich eine Täter:in, die eine Straftat wie Mobbing begeht?

Anja: Ja, ja.

Isabell: Da müssen wir noch ganz, ganz viel Verständnis schaffen.

Anja: Ja, das stimmt. Ich finde insgesamt diesen Ansatz gut zu sagen, okay, pass auf, ich beschäftige mich jetzt einmal damit, wie das ganze funktioniert.

Gerade im Bereich Content Marketing.

Denn es gibt ja sehr, sehr viele Leute, die immer wieder davor zurückschrecken und sagen, nee, das mache ich nicht! Was ist denn, wenn ich ein Shitstorm kriege? 

Abgesehen davon dauert es schon ein bisschen, bis man überhaupt einen Shitstorm kriegt.

Von jetzt auf gleich kriegt man keinen. 

Da musst du schon richtig was für tun … 

Darum macht es Sinn sich einmal mit diesen ganzen Mechanismen zu befassen. 

Wie funktioniert Social Media überhaupt? 

Und da finde ich, ist dein Buch auch für Erwachsenen ein super Einstieg, um einmal zu sehen, ach so, letztendlich ist sind es nur Plattformen, sind es nur Techniken.

Aber ich muss auch lernen, damit umzugehen.

Isabell: Ja, man braucht so eine gewisse Wissensbasis darüber, wie diese Dinge funktionieren.

So wie du auch in den Supermarkt gehst und weiß, wie bestimmte Dinge sind, auf die und die Art präsentiert, damit du sie nimmst: Quengelware an der Kasse, die auch bei Erwachsenen in stressigen Situationen hervorragend funktioniert.

Anja: Funktioniert super. Die Schoki an der Kasse funktioniert bei mir 1A.

Isabell: Ja, und dieses Lebenswissen brauchen wir auch bei sozialen Netzwerken.

Anja: Ja, und wie gesagt, ich glaube auch Erwachsene brauchen viel mehr Einsteigerbücher. 

Es gibt ja so viele Bücher für Erwachsene, die das alles auf so einer sehr analytischen Ebene schon angehen. 

Da wird vorausgesetzt, dass du schon sehr viel weißt und kannst.

Dabei wissen viele das gar nicht.

Meine Generation ist da ja auch so reingeworfen worden …

Isabell: Mit dem mit dem Kopf zuerst rein getaucht … 

Ja, ich finde, das Problem bei der Literatur über im weitesten Sinne moderne Technologien ist, dass sie entweder dafür oder dagegen sind. 

Das halte ich für problematisch, weil die Menschen sich auch selbst eine Meinung bilden können über Themen, wenn man ihnen das Wissen gibt.

Wenn Wissen einseitig dargestellt wird, klassisches Social Media Problem, dann verändert das unsere Kultur. 

Zurück zum Bestätigungsfehler: Du schaust Dir an, was bestätigt deine Meinung?

Das sammelst du ein, das schreibst du auf, und hier ist meine Perspektive, und dann hast du alles gelernt.

So ist es aber nicht. 

Die Person hat da nicht alles gelernt, die Person hat deine Meinung erfahren und Gründe dafür entdeckt. 

Was wir aber eigentlich tun sollten als Menschen, die mit Wissen arbeiten, ist zu sagen, es gibt die Perspektive, es gibt die Perspektive, beide musst du kennen, das steckt dahinter.

Bild dir deine Meinung, und deine Meinung muss nicht meine sein. 

Eigentlich ist ja das gesamte Internet eine Riesenchance auf Wissensvermittlung. 

Wir hatten noch nie so große Chancen darauf, die Welt, die Gesellschaft, das Universum zu verstehen wie jetzt, weil die ganzen Informationen verfügbar sind, und das versauen uns die Algorithmen, indem sie so hart auf starke Meinungen gehen, weil diese starken Meinungen die Aktivität hochhalten. 

Das ist schade, aber das macht das Internet nicht schlecht. 

Das bedeutet nur, dass die Nutzung schwerer ist, als wir denken. 

Wir müssen mehr darüber wissen, wie das Internet und wie soziale Netzwerke und wie Algorithmen funktionieren, um das beste rauszuholen. 

Weil wenn wir es einfach nur irgendwie nutzen, macht es uns nicht kompetenter, und es gibt einen großen Unterschied zwischen Meinungsstärke, die populär ist, und Wissen und Kompetenz.

Anja: Ja, wie war das noch? Das ist ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung.

Isabell: Ja.

Anja: Ja, ich glaube, dass ich finde, dass ist ein gutes Schlusswort, also von von dir, was du gesagt hast. 

Wir leben ja auch innerhalb von unseren Meinungen, wir beide ja letztendlich auch.

Was grundsätzlich ja auch in Ordnung ist. 

Aber gerade im Bereich Social Media müssen wir damit einen vernünftigen Umgang finden.

Und ein vernünftiger Umgang basiert immer erst einmal auf Wissen.

Dafür ist dein Buch auf jeden Fall genau richtig. 

Ich kann das allen nur noch mal alle heiß ans Herz legen.

Eben nicht nur den Eltern für Jugendliche oder Jugendlichen selbst, sondern eben auch Erwachsenen, die jetzt sagen, komm, ich möchte mal ein bisschen was über den Hintergrund wissen, ohne eben gleich eine andere Meinung auch gedrückt zu bekommen.

Hier geht’s zum Buch „Social Media“ von Isabell Prophet

Hast du noch einen letzten Tipp im Sinne von, wie gehe ich selber mit Social Media in meinem täglichen Doing gut mit Social Media um?

Isabell: Ich denke, Social Media als Kommunikations Werkzeug zu betrachten und sich emotional davon zu lösen, ist ganz, ganz wichtig. 

Und gleich zuerst muss man sich eingestehen, dass es eine emotionale Verbindung zu sozialen Netzwerken gibt.

Das ist bei so ziemlich jedem Menschen so.

Die es nicht nutzen, haben eine emotionale, abwehrende Verbindung dazu.

Die, die es nutzen, haben eine positive Verbindung dazu, weil dort Menschen sind mit denen man interagieren kann.

Sich das einzugestehen, dass es auch in vielen Alltags Momenten Augenblicke eines ehrlichen emotionalen Bedürfnisses zur Interaktion gibt, zum Beispiel zum Telefon zu greifen. …

Das ist ganz wichtig, und das ist die Grundlage dafür, dass man sich nur schwer von Social Media davon lösen kann, wenn man erst einmal drin steckt.

Und ganz praktisch würde ich sagen, macht einfach mal eine Social Media Auszeit gemeinsam mit euren Freundinnen, nutzt es mal gemeinsam für eine Weile nicht, dann wisst ihr nämlich, dass ihr nichts verpasst.

Anja: Das ist das ist ein schöner Tipp, Isabel! Herzlichen Dank für deine Zeit, und auf ein nächstes Mal, oder bis bald?

Isabell: Sehr gern.

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2 Kommentare

  1. Dieses Interview „Über die Hintergründe von Social Media“ mit Isabell Prophet ist wirklich gut und es erhellt für mich Zusammenhänge, wie soziale Netzwerke und Algorithmen funktionieren, um für sich das beste rauszuholen. Es informiert, ohne niederzumachen und lädt ein, mich sachlich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und dann zu entscheiden, wieviel Social Media brauche ich, um als Autorin in Erscheinung zu treten und was will ich damit, bei welchem Aufwand, erreichen. Danke Anja für Deinen Mut und Deine offene Art, damit umzugehen.

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    • Herzlichen Dank für die schöne Rückmeldung. Sowas freut mich immer sehr und motiviert mich weiter zu machen.

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