5 Mindfucks, die Dich vom Buchschreiben abhalten

5 Mindfucks, die Dich vom Buchschreiben abhalten

15. Januar 2023

Kannst Du Dich noch erinnern, wie es war, als alle Menschen um Dich herum laufen konnten, nur Du nicht? 

Vermutlich nicht, aber sicher ist, dass Du zu den Laufenden aufgeschaut hast und auch unbedingt laufen wolltest.

Und irgendwann hast Du Dich das erste Mal hochgestemmt und bist gekrabbelt.

Das ging nicht sofort, aber Du bist am Ball geblieben, bis Du es richtig gut konntest. 

Als Nächstes hast Du Dich überall dran hochgezogen und bist auf wackeligen Beinchen zum Stehen gekommen.

Die nächsten Schritte hast Du noch mit Festhalten verbracht, bis Du Dich getraut hast loszulaufen.

Das ging nicht sofort, aber Schritt für Schritt hast Du es gelernt.

Eine Wahnsinnsleistung. 

Wie gut, dass wir diese Leistung in einem Alter erbringen, in dem wir uns noch keinen Kopf darüber machen, was alles schief gehen könnte. 

Als Erwachsene hätten wir 1.000 Mindfucks am Start, warum wir jetzt doch lieber nicht mit dem Laufen lernen anfangen sollten. 

Wir hätten kein Talent zum Laufen …

Wir wüssten ja auch gar nicht, wohin wir laufen sollten …

Niemand würde mit uns laufen (liegen, ja alle rum) …

Was denken denn die anderen, wenn wir plötzlich laufen …

Merkst Du was?

Ja, das ist albern, aber genau das passiert in unseren Köpfen, wenn wir groß bzw. sinnvoll träumen zum Beispiel vom ersten eignen Sachbuch. 

Schluss damit.

Lass uns gemeinsam 5 Mindfucks enttarnen, die Dich vom Schreiben abhalten.

1. Du glaubst, Du hast kein Talent, um ein Buch zu schreiben

“Ich würde ja gern ein Buch schreiben. Aber ich habe kein Talent!“

Das ist wohl das Argument, das ich am häufigsten höre, wenn ich mit Menschen spreche, die davon träumen, ein Buch zu schreiben.

Dabei geht es gar nicht um Romane. Es geht um Sachbücher.

Und selbst da kommt das Argument … Warum eigentlich?

Ich glaube – und jetzt wird es ein wenig hart – das das eine Ausrede ist.

Ich glaube, es ist die Angst vor dem Unbekannten bzw. die Angst zu versagen …

Denn oft ist es die Angst vor dem Scheitern, die Menschen davon abhält, ihr Sachbuchprojekt anzugehen.

Fragen wie: Was, wenn es nicht klappt?

Was, wenn ich nicht gut bin?

Was, wenn ich nicht durchhalte?

Sind nur ein paar Fragen, die uns abhalten.

Verständlich, aber irrational. Denn wir könnten ja auch mal umgekehrt fragen:

Was, wenn es klappt?

Was, wenn ich ganz gut bin?

Was, wenn ich durchhalte?

Du musst Dich nur dafür entscheiden es auch zu tun und umzusetzen.

Klar brauchst Du Übung und ein wenig Geduld.

Eine Frage hierzu: Was kannst Du besonders gut?

Und wie bist Du so gut geworden? Ist es Dir in den Schoß gefallen?

Oder hast Du geübt und bist Schritt für Schritt besser geworden?

Ich frag nur 😉

Anjas Schreibtipp

Tipp: Starte einen Blog und taste Dich Schritt für Schritt ran.

Blogge einmal pro Woche zu Deinem Thema, Deiner Expertise. Das Gute daran: Du übst Dich im Schreiben und Du tust gleichzeitig was für Dein Marketing.

2. Du denkst, Du hättest nichts zu sagen … ? 

Sich selbst als Autor*in zu positionieren und die eigene Expertise, die eigene Stimme in den Vordergrund zu stellen, ist eine echte Hürde.

Ich kann das gut verstehen.

Ich habe ein paar Bücher gebraucht, bis ich mich getraut habe, mich Autorin zu nennen.

Außerdem geistern Vorurteile durch die Welt, dass es schwierig sei, ein Sachbuch zu schreiben, wenn man nicht über jahrelange Erfahrung, dezidiertes Fachwissen oder gar eine Professur verfügt.

Aber das ist Quatsch!

Tatsächlich ist so, dass Sachbücher von Menschen gelesen werden, die mit ihrer Hilfe ein Problem lösen wollen, bzw. von einer bestimmten Materie noch keine Ahnung haben.

Entscheidend ist, dass Du die Frage Deiner Leser*innen aufgreifst und überzeugend beantwortest und Deine Lösungen in einer klaren und logischen Reihenfolge präsentierst.

Zudem solltest Du Dir bewusst machen, dass man auch ohne akademischen Hintergrund oder spezifisches Fachwissen ein hervorragendes Sachbuch schreiben kann:

Alles was du brauchst ist Interesse und viel Motivation!

Ich habe übrigens auch nicht promoviert. Just saying.

3. Du denkst, das interessiert niemanden … Wer soll das denn lesen?

Es ist wichtig, dass Du weisst, für wen Du schreibst.

Viele Autor*innen in spe haben viele tolle Ideen, aber keine Ahnung, wer ihr Buch am Ende lesen soll bzw. welchem Zweck es dient.

Gif Not interested

Daher ist es wichtig, sich zuerst zu überlegen, wer die Zielgruppe für Dein Buch ist.

Gerade beim Sachbuch schreiben, solltest Du Deine Leser*innen im Auge behalten und an ihren Problemen dran bleiben.

Warum kaufen Menschen Dein Buch?

Was erhoffen sie sich nach dem Lesen?

Welches Problem löst Dein Buch?

Wieviel wissen Deine Leser*innen schon über das Thema?

Handelt es sich um Neulinge, Fortgeschrittene oder Profis?

Finde heraus, ob es eine spezifische Altersgruppe gibt, für die Du Dein Buch schreibst.

Entsprechend wird sich die Ansprache in Deinem Buch ändern. Außerdem ist wichtig, wo und wie Deine potenziellen Leser*innen ihre Informationen finden.

Wenn Du beispielsweise über Yoga schreiben willst, dann ist es nicht ganz unerheblich, wie alt Deine Zielgruppe ist.

Eine ältere, weibliche Zielgruppe hat mit anderen Bewegungseinschränkungen zu kämpfen als 20jährige Fußballer.

Je mehr Forschung Du in Deine potenziellen Leser*innen investierst, desto besser kannst Du Dein Buch abstimmen und auf den Punkt schreiben.

Mehr zum Thema „Zielgruppenanalyse“ findest Du in diesem Artikel.

4. Du hast zu viele Ideen ? 

Mein Tipp: Schreibe sie alle auf!

Das klingt zunächst blöd. Ist es aber nicht.

Ideen die man aufschreibt lassen sich besser sortieren. Im Kopf klappt das oft nicht.

Außerdem weiß ich aus Erfahrung, dass es einen echt überfordern kann, wenn man zu viele Ideen hat und nicht weißt, wo man anfangen soll.

Aber glaube mir, das ist kein Problem – im Gegenteil, es ist mega.

Denn wer sagt denn, dass Du nur ein Buch schreiben wirst?

Und: je mehr Ideen Du hast, umso besser für Deinen Blog.

Also, mein Rat an dich ist: Schreibe alle Deine Ideen auf.

Und mach Dir keine Gedanken darüber, ob sie gut genug sind oder ob sie irgendeinen Sinn ergeben.

Das kommt im nächsten Schritt. Schreib erst mal alles auf, was dir in den Sinn kommt.

Im zweiten Schritt kannst Du immer noch entscheiden, was du damit machen willst.

Vielleicht findest du ja heraus, dass eine Idee gar nicht so gut ist, wie Du zuerst gedacht hast.

Das geht mir oft so. Oder vielleicht entdeckst Du ja eine ganz neue Idee, während Du an einer anderen arbeitest.

Auch das ging mir schon oft so. Ideen produzieren Ideen.

Also mach Dir keinen Stress und schreibe einfach alles auf!

Zitat Multitasking

5. Du leidest unter dem Multitasking-Syndrom

Oder am „Next Shiny Object“ Syndrom. Mehr dazu in diesem Artikel.

Stimmt nicht? Du kannst auch sehr gut mehrere Dingen auf einmal tun?

Das scheint nur so, denn Multitasking ist eine Fähigkeit, die wahnsinnig viel Konzentration erfordert und oft zu schlechteren Ergebnissen führt als Solotasking.

Einer der Gründe dafür ist, dass unser Gehirn nicht so gut darin ist, mehrere Dinge parallel zu verarbeiten.

Im Grunde kann es das gar nicht. Es muss zwischen den einzelnen Aufgaben hin und her springen.

Das geht so schnell, dass wir das in der Regel gar nicht merken.

Aber je mehr wir hin und her springen, umso mehr Energie muss unser Gehirn aufwenden.

Das schlägt sich oft in der Qualität unserer Arbeit nieder.

Denn es führt zu Unaufmerksamkeit und Fehlern.

Eigentlich klar, denn wir haben nur 100% Konzentrationsleistung bzw. Energie zur Verfügung.

Wenn wir 100% in eine Aufgabe investieren, ist das Ergebnis natürlich besser, als wenn wir die 100% auf drei Aufgaben aufteilen …

Hinzu kommt noch, dass wir für neue Aufgaben, die wir noch nicht so ohne Weiteres aus dem Ärmel schütteln, maximale Aufmerksamkeit und Energie brauchen.

Denn der Energieverbrauch ist bei neuen Aufgaben höher. Klar ist ja am Anfang auch anstrengender.

Eine weitere Ursache für schlechtere Ergebnisse beim Multitasken ist unsere Tendenz, uns stärker auf die emotionaleren Aspekte der Aufgaben zu konzentrieren statt auf die logischen oder analytischen Teile.

Wir neigen dazu, Details aus dem Blick zu verlieren oder uns von Emotionen leiten zu lassen statt von rationalem Denken.

Das kann schnell zu Frust basierten Entscheidungen führen: Schreiben kann ich nicht (weil fühlt sich schlecht an und bringt nicht die gewünschten Ergebnisse) …

Fazit:

Mit dem Schreiben ist es im Grunde wie mit allen anderen Dingen auch.

Zunächst geht es ums Lernen. Denn Schreiben kann man lernen.

Und dann geht es darum, das eigene Licht unter dem Scheffel heraus zu holen.

Selbstverständlich hast Du etwas zu sagen. Im Grunde bist Du jetzt die Person, die Deinem ich von vor ein paar Jahren mit einem Buch helfen könnte.

Als Coaches und Expert*innen schreiben wir für die Menschen die jetzt an der Stelle stehen, an der wir selbst vor ein paar Jahren standen.

Stell Dir einfach vor, Du hättest damals das Buch in die Hände gekriegt, welches Du heute schreiben kannst.

Das wär doch was, oder? 

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