Dein erstes Buchprojekt – Vom Thema bis zum Verkauf

Dein erstes Buchprojekt – Vom Thema bis zum Verkauf

10. Oktober 2022

Ein erstes Buchprojekt – Von Thema bis Verkauf
Oder: Mach Dich auf Deinen Weg! 

Ein Gastartikel von Denise Brücker

Wie vielen anderen geht es auch mir so: Ich liebe Bücher. Ich stöbere gerne durch Buchhandlungen, mag, das Buch im Regal stehen zu haben und lese bevorzugt das gedruckte Exemplar – das haptische Erlebnis gehört für mich zum Lesen einfach dazu. Da lag es doch nahe, selbst ein Buch zu schreiben. Vor allem auch als studierte Germanistin. Und, weil ich es mit meinem Business verbinden kann. Das wären dann drei Fliegen mit einer Klappe. Win-win-win. 😊

Meine Idee war es, mit diesem Buch ein Thema aufzugreifen, das zum einen mich selbst betrifft, um meine Erfahrungen und mein Wissen einfließen und weitergeben zu können und das zum anderen viele andere beschäftigt. So geht es um Female Entrepreneurship. 

Ein Thema von Relevanz

Die selbstständige Frau! Beides trifft auf mich zu. Aber: Nur ein Drittel aller Gründungen gehen auf Frauen zurück. Ich frage mich: Warum? Nach viel Recherche gebe ich Antworten im Buch: Weil Frau sich nicht traut, es nicht zu ihrer Rolle passt, sie die finanziellen Mittel nicht hat … Ich verstehe das nicht! Wir leben im Jahr 2022 und Frau leidet – noch immer – unter dem Gender Pay Gap und Kinder bremsen die Karriere aus? Geht gar nicht. Und darüber schreibe ich. Mit dem Buch möchte ich Mut machen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, wenn es ein Traum ist. 

Woran man vorab denken muss, welche Herausforderungen auf einen zukommen und wie man langfristig sichtbar am Markt bleibt sind die grundsätzlichen Aspekte des Buches. Als selbstständige Mutter kann ich aus dem Nähkästchen plaudern und als gelernte PR-Beraterin die Relevanz der Kommunikation herunterbrechen. Ein klassisches Sachbuch.

Die Recherche und das Schreiben gingen mir leicht von der Hand. Verständlich mit meinem Hintergrund. Aber bei so einem Buchprojekt kommt ja noch viel mehr! Cover – Druck – Verlag – Vermarktung – Print – eBook … So spannend wie umfassend und mitunter überfordernd …

Das Cover: Die halbe Miete!

Cover und Titel sollen 50 Prozent des Erfolgs ausmachen! Wie muss also das Cover gestaltet sein, damit das Buch direkt überzeugt? Und ist der Titel so ansprechend, dass er anspricht? Wirkt die Beschreibung auf der Rückseite, dass das Buch gekauft wird? Ich habe das Cover von einer Grafikdesignerin umsetzen lassen und mir damit professionelle Unterstützung an die Seite geholt, damit es auch wirklich gut wird. Unbedingt sollte es so gestaltet sein, dass es mich widerspiegelt. Und das galt es, in Einklang mit der Zielgruppe zu bringen. Das Buch soll ja nicht nur mir gefallen, sondern vor allem Frauen, die gründen möchten. Neben der Gestaltung sind noch Nutzungsrechte abzuklopfen in Bezug auf Auflagenhöhe, Einsatz für Marketingmaßnahmen, Verwendung für weitere Zwecke wie beispielsweise das eBook. Soll das Cover bebildert werden geht es um Copyright des Urhebers, ebenso bei Verwendung von Illustrationen. Inhalt und Gestaltung standen bei mir zeitlich an erster Stelle und damit wurde mir direkt bewusst, wie vielschichtig dieses Projekt werden würde. Immer mal wieder nebenbei und zum Ende des kreativen Prozesses ganz konkret stellte sich die Frage der Veröffentlichung: 

Verlag oder Eigenverlag?

Es gibt mehrere Wege, ein Buch unter die Leute zu bringen: Verlag – Eigenverlag – Amazon – Agentur. Zumindest sind das die mir bekannten. Für mich kommt Amazon grundsätzlich nicht in Frage, obwohl 25 Prozent aller Bücher darüber verkauft werden sollen … Bei einem Verlag sah ich für mich wenig Potenzial, da ich mich von einer gehörten Zahl beeindrucken ließ: Von 300 Büchern, die im Monat eingereicht werden, schaffen es zwei … Nicht, dass ich meine, dass es mein Buch nicht schaffen könnte, da der Inhalt nicht interessant genug wäre. Das meine ich mitnichten! Ich machte mir die Wahrscheinlichkeit bewusst und erfuhr, dass ein Veröffentlichungsprozess über einen Verlag bis zu einem halben Jahr dauern kann – so viel Geduld habe ich nicht. Außerdem möchte ich alle Rechte behalten, wissen, wer mein Buch kauft, um mit meinen Lesern in Kontakt bleiben zu können. Ich möchte es ja für mein Business nutzen. Dann bleibt für mich der Eigenverlag, da Agenturen ja auch Verlagen anbieten. Also werde ich Selfpublisher. Hier findest Du einen ausführlichen Artikel zum Thema

Und damit gehen die Fragen weiter: 

Produktion – Von Anbieterwahl über Format bis zur Papierfarbe 

Bei welcher Druckerei drucke ich mein Buch? Und wie viele Exemplare? Wie hoch ist der Invest? Ich habe mich nach langer Marktrecherche für eine Druckerei entschieden und das Buch nach deren Anforderungen formatiert. Das ging gut bis ich es für den Druck konvertieren musste (was ich mit dem von ihnen empfohlenen Programm machte): Umbrüche stellten sich auf einmal anders dar, die eingefügten Bilder wurden, obwohl sie qualitativ hochwertig angelegt wurden pixelig … Nach einem Sonntag der Formatierung klappte der Upload in deren System dann glücklicherweise ganz unkompliziert und ich habe ein Probeexemplar gedruckt. Sicherheitshalber. Dieses kam nach zehn Tagen an, ich war ziemlich nervös vor Vorfreude und – es gefiel mir nicht ☹. Ich war enttäuscht. Die Aufmachung innen flashte mich nicht. Die bewusste Wahl eines reinweißen Papiers war ziemlich weiß! Vor allem wurde ich unsicher, weil die Auflage ziemlich hochpreisig werden würde. Denn zu Anfang hatte ich das Taschenbuchformat in diese Online-Rechner der Druckereien eingegeben, mich später allerdings für DIN A5 entschieden, unwissend, dass das bei dem gewählten Anbieter einen nicht unerheblichen Preisunterschied machen würde. Also machte ich mich wieder auf die Suche und fand eine Druckerei, die ein Vielfaches günstiger das DIN-A5-Format produziert. Herrlich. Doch kam dann wieder die Neue-Formatierungs-Arbeit. Egal. Es soll gut werden. Learning: Auch wenn es aufwändig ist zählt sich die akribische Recherche aus.  

Brauche ich eine ISBN?

Diese Antwort ist ziemlich einfach: Ja, wenn das Buch über den Buchhandel zu beziehen sein soll. Es gibt Druckereien, die eine ISBN kostenfrei zum Druck anbieten. Dann ist zu prüfen, welche Angaben mit der ISBN hinterlegt sind: oft die des Verlags und nicht die des Autors. Man kann sich die ISBN aber auch selbst zulegen und hat damit den Zugriff auf die Daten. Neben dem Buchhandel eröffnet das Netz die große weite Welt, um das Buch zu verkaufen. Los geht es mit der Vermarktungund der Frage: Wie erreiche ich meine potentiellen Leser online? 

Influencern 

Buch-Marketing ist ein ganz eigenes Feld, mit dem ich bisher keinerlei Berührung hatte und Social Media in diesem Bereich ist ebenfalls Neuland für mich. Also fange ich ganz klein an, mache meine Zielgruppenanalyse und finde heraus, welche Plattform in Frage kommt: Facebook, Instagram, LinkedIn? Zudem gibt es die Buch-Blogger und -Affiliates: (wie) kooperiere ich mit ihnen? Indem ich diesen Blog-Beitrag veröffentliche, ist die Antwort klar 😉 Ja, ich möchte die Reichweiten der Blogs und Affiliates nutzen. Aber natürlich nur da, wo es sinnvoll ist. Daher ist die Zielgruppenanalyse, über die ich in meinem Buch schreibe und die ich meinen Leserinnen näherbringen möchte als Grundstein für ihr erfolgreiches Business auch für mein Buch-Projekt so immens wichtig. Also suche ich die Influencer, die für mich wichtig sind und die ebenso Interesse an meinem Thema haben: wieder win-win. Es geht doch nichts übers Netzwerken! Und damit andere dann hoffentlich auch über mein Buch schreiben, verstehe ich die erste Auflage als Freebie für Reichweite. Hier findest Du einen Artikel, wie Du Influencer*innen und Buchblogger*innen erfolgreich ansprichst

Und sonst so?!

Ja, und sonst so … Das Buch wird es noch als eBook geben, weil so Viele doch gerne am Bildschirm lesen. Als nächstes geht es also um Konvertierung und Reader-Formate. Die Landingpage ist im Aufbau, damit auch gekauft werden kann. Wie ist allerdings noch die Frage, die Auswahl eines Anbieters zur Verkaufsabwicklung steht noch aus. Ergänzend macht ein Arbeitsbuch Sinn, da meine Leserinnen ja auch ins Machen kommen sollen. Es bleibt bewegend. Ebenso herausfordernd wie arbeitsreich. Und so großartig. 

Der Artikel ist von PR-Beraterin Denise Brücker: https://schreib-wert.de/ich/

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