Adventskalender-Weihnachtsmarketing-Wahnsinn – 5 Alternative Weihnachtsmarketing-Ideen für Coaches, Autor*innen und Soloselbstständige

Adventskalender-Weihnachtsmarketing-Wahnsinn – 5 Alternative Weihnachtsmarketing-Ideen für Coaches, Autor*innen und Soloselbstständige

11. Dezember 2022

Der Dezember ist zum Zeitpunkt der Artikelentstehung nicht mal 10 Tage alt.

Trotzdem habe ich auf Social Media gefühlt schon 1.000 Adventskalendertürchen gesehen.

Und was soll ich sagen: Ich habe nicht auf ein einziges reagiert.

Viel mehr hat sich mir die Frage gestellt: Bringt das überhaupt was?

Spulen wir zwei Jahre zurück.

Da habe ich nämlich auch noch ganz enthusiastisch zwei Adventskalender auf Instagram initiiert.

Den einen auf meinem @anja_niekerken_official Account und den anderen auf dem Reiseaccount @niekerkensreise den mein Mann und ich als Hobby betreiben.

Mein Adventskalender war einfach nur ein Buchempfehlungskalender mit der Intention, andere Buchsuchtis dazu zu bringen, Buchempfehlungen unter den jeweiligen Post zu schreiben.

Auf dem Reiseaccount haben wir an den Adventswochenenden Preise verlost, während wir in der Woche immer mal wieder auf die Verlosungen aufmerksam gemacht haben. 

Da die Preise ziemlich fett waren (z.B. ein Romantik-Winter-Wochenende in einem Hotel in der Lüneburger Heide) lief das naturgemäß recht gut.

Aber im Verhältnis zu anderen Verlosungen nur so lala. 

christmas tree

Der Buchempfehlungskalender lief so gut wie gar nicht.

Mal abgesehen davon, dass ich die Idee inzwischen auch nicht mehr so doll finde, hat mir eine Followerin zurückgemeldet, dass man gar nicht mitmachen könne, da man mit Adventskalendern nur so zugeballert würde.

Außerdem wäre man ja auch im Weihnachtsstress.

Das habe ich bis heute nicht vergessen.

Im Jahr darauf habe ich das Thema „Adventskalender“ einfach ignoriert.

Und was soll ich sagen?

Bei Instagram waren meine Zahlen (prozentual und absolut) besser als im Jahr zuvor.

Warum Adventskalender auf Social Media nicht mehr so gut funktionieren

Da mir in diesem Jahr gefühlt noch mehr Adventskalender auf Instagram in meine Timeline gespült wurden, habe ich in meiner Story eine nicht repräsentative Umfrage gestartet.

Unter anderem habe ich die folgenden Fragen ich gestellt:

Wie viele Adventskalender hast Du heute schon gesehen?

1

10

Keine Ahnung mehr als 10.

Auf wie viele hast Du reagiert?

1

10

Keinen

Die Antwort hatte ich mir schon fast gedacht: 100 % der Teilnehmenden hatten auf keinen einzigen dieser Posts reagiert.

Bei Instagram ist das fatal, denn die Wahrscheinlichkeit, dass so die eigene Reichweite runter gedreht wird, ist enorm hoch.

Warum? Weil der Algorithmus schon nach ein paar Stunden merkt, dass die Bildchen mit den Nummern drauf und dem Hashtag „Adventskalender“ nicht gut laufen.

Also zeigt er es den Menschen weniger an.

Denn an Posts, mit denen nicht interagiert wird bzw. die die Menschen nicht länger bei Instagram halten, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen die Plattform verlassen.

Daran hat Instagram kein Interesse und regelt die Sichtbarkeit dieser Posts runter.

Doof, denn eigentlich sollte so ein Adventskalender doch das Gegenteil bewirken.

Jetzt ist das Ergebnis, dass man sogar Reichweite verliert … Maximal kontraproduktiv.

Jetzt muss man natürlich zwischen grundsätzlichem Weihnachtsmarketing und Adventskalendern (in welcher Form auch immer) unterscheiden.

Denn Adventskalender sind kein Weihnachtsmarketing.

Sie sind nur ein Teil davon.

snow deer

Weihnachtsmarketing kann auch ganz anders aussehen.

Und meiner Meinung nach sollte es das auch.

Der erste Schritt ist, sich einmal zu überlegen, in welcher Stimmung und/oder Lebenssituation die Menschen im Allgemeinen rund um Weihnachten sind.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich bin insgesamt eher gemütlich und etwas besinnlicher unterwegs.

Dazu passt, was ich vor Kurzem bei einem Marketingcoach aus den USA gehört habe: Rund um die Feiertage sind Menschen mehr auf Social Media unterwegs.

Allerdings werden mehr spirituelle, philosophische und familienorientiert Inhalte konsumiert. Klingt eigentlich ganz logisch.

Die sogenannten Mindset-Inhalte kommen in dieser Zeit am besten an. Und ab Neujahr gehts dann mit den Transformationsinhalten (gute Vorsätze) los.

Das heißt, dass es rund um Weihnachten gern ein wenig besinnlich werden darf. 

Mein eigenes Weihnachtsmarketing Kernstück habe ich von meinem Vater übernommen: Ich schreibe einen Weihnachtsbrief.

Jedes Jahr gibt es ein Thema, dem ich mich widme.

Dabei habe ich vor Jahren beschlossen, dass es immer ein positives Thema sein soll. Denn allzu leicht gerät man in negative Vibes und ist mit erhobenem Zeigefinger unterwegs.

Der Brief ist bei Kund*innen wie im Freundeskreis gleichermaßen beliebt und es wird regelmäßig danach gefragt. 

Eine schöne Möglichkeit, sich am Jahresende zu bedanken und im neuen Jahr auf dem Schirm zu sein.

Hier kommen 5 Ideen für Dein Weihnachtsmarketing, die Du noch in dieser Saison umsetzen kannst.

1. Biete Mehrwert. Schreibe einen Blogartikel mit 3-5 Tipps, die Deine Leser*innen jetzt noch umsetzen können. Oder wie wäre es mit einer Weihnachtsgeschichte?
2. Schreibe einen Weihnachtsbrief mit Deinen Gedanken zu diesem Jahr und zu dem, was kommt.
3. Verschicke Weihnachtskarten an Deine Kund*innen ggf. mit einem kleinen Geschenk, denn kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
4. Gestalte Deine Social Media Posts weihnachtlich. Das reicht in der Regel völlig aus.
5. Plane jetzt Dein Marketing für Januar und starte im neuen Jahr frisch durch

Wie handhabst Du Dein Weihnachtsmarketing? Hast Du gute Ideen, die uns weiter helfen? Schreib mir in die Kommentare!

PS: Wenn Du meinen Weihnachtsbrief bekommen willst: Trag Dich in meinem Newsletter ein. Dort verschicke ich ihn auch 😉

2 Kommentare

  1. Sehr aufschlussreicher Beitrag, besten Dank dafür;)

    LG

    Fina

    Antworten
    • Sehr gern. Vielen Dank für die schöne Rückmeldung.
      Herzliche Grüße aus Hamburgs Süden
      Anja

      Antworten

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