Wie findet man einen Verlag?

Wie findet man einen Verlag?

21. November 2021

Eine Frage, die mich in den verschiedensten Formen immer wieder erreicht: Wie finde ich einen Verlag für mein Buch? Oder, wie veröffentlicht man ein Buch?

Die Antwort ist so einfach, wie frustrierend: Recherche, Baby 🙂

excited stalker

Aber bevor Du jetzt Tante Google anschmeißt und einfach nur „Verlag“ eingibst, hier noch ein paar Tipps für eine gezielte Verlagsrecherche.

#1: Was ist Dein Thema? Über was schreibst Du?

Mir ist schon bewusst, dass Dir das klar ist. Aber die Frage ist: Wie klar ist Dir das? Denn wenn Du ganz genau weißt, worüber Du schreibst, dann ist es verhältnismäßig einfach einen Verlag der zu Dir und Deinem Buch passt zu finden, oder? Denn es sind genau die Verlage, die Dein Thema und Deinen Schreibstil veröffentlichen. Da dieser Part „Marktrecherche“ in ein gutes Exposé gehört, hast Du doch schon 10 Buchtitel, in deren Umfeld Deine Buch in der Buchhandlung ausliegen würde. Die 10 Verlage die diese Buchtitel veröffentlicht haben, sind vermutlich auch richtig für Dein Buch. Dazu brauchst Du aber absolute Themenklarheit. Denn Verlage sind auf Themengebiete meist in Kombination mit Tonalitäten spezialisiert. Suche also nach Verlagen, die Dein Themengebiet in Kombination mit Deiner Tonalität veröffentlichen. Es macht keinen Sinn ein Kochbuch bei einem Verlag für Reiseführer unterzubringen. Es sei denn, es handelt sich um eine kulinarische Reise. Aber das machen eben auch nicht alle Reiseverlage. 

#2: Kenne Deine Zielgruppe

Ja, ich weiß: Mein Lieblingsthema, welches vielen Autor*innen gehörig auf den Wecker geht. Habe aber im Kopf, dass Verlage Unternehmen sind. Sie haben das klare Ziel Bücher zu verkaufen. Daher wissen sie ganz genau, wer ihre Zielgruppe ist und wer nicht. Das solltest Du bei Deiner Recherche berücksichtigen. Du kannst einem Verlag der bisher noch nicht ein Jugendbuch rausgebracht hat, zwar eines anbieten, allerdings stehen Deine Chancen nur im Bereich Zeitverschwendung sehr hoch. Bei Sachbüchern ist es genauso. Ein Verlag der auf Naturbücher spezialisiert ist, wird Dein brillantes Kommunikationsbuch nicht wollen. 

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# 3: Schreibe ein Basis-Exposé

Was ist das denn? Den Begriff gibt es so tatsächlich nicht. Da aber viele Verlage oft variierende Anforderungen an Exposés haben, empfehle ich – und praktiziere es auch selbst – ein Basis-Exposé anzufertigen. Dieses Basis-Exposé ist maximal ausführlich, so dass es auf die verschiedenen Anforderungen der verschiedenen Verlage problemlos angepasst werden kann. (Mehr dazu findest Du in diesem Artikel: https://www.anjaniekerken.de/7-tipps-fur-ein-gutes-sachbuch-expose/) Die meisten Verlage haben irgendwo auf ihrer Homepage ihre Anforderungen an Exposés veröffentlicht. Wenn nicht, nimmst Du einfach Dein Basis-Exposé.

#4: Amazon als Recherche-Tool

Viele Menschen glauben, dass Amazon ein Kaufhaus ist. Das stimmt so nicht. Amazon ist in erster Linie eine Suchmaschine, welche die Suchanfragen an die verschiedenen Kaufhäuser (auch an das eigene) und Shops weiter leitet. Da Amazon aber mal als Online-Buchhandel angefangen hat und auch als Plattform für Self-Publisher*innen fungiert, ist der Suchalgorythmus sehr gut auf Buchrecherche ausgelegt. Das beste daran: Wenn Du auf ein Buch klickst, dann zeigt Dir das Interface weiter unten „Kunden die diesen Titel kauften, kauften auch …“ Da es sich um ähnliche Buchtitel handelt, kannst Du darüber die Verlage rausfinden, die diese Bücher veröffentlichen und Deine Verlagsliste zusammenstellen.

#5: Schau in Dein Buchregal

Das klingt unglaublich banal, wird aber sehr gern vergessen. Geh doch mal Dein Buchregal durch. Denn in der Regel sind Autor*innen auch Vielleser*innen und haben unzählige Verlage direkt vor der Nase stehen. Schreib Dir alle Verlage auf, von denen ähnliche Bücher in Deinem Regal stehen und dann schmeiß Tante Google an.

Ein letzter Tipp:

Ansprechpartner*innen sind Gold wert! Wenn Du Deine Verlagsliste beisammen hast, dann ist es empfehlenswert noch einmal die zuständigen Lektor*innen und/oder Resortleiter*innen herauszufinden. Manche Verlage sind da erstaunlich offen und kommunizieren diese direkt auf ihren Internetseiten. Andere tun dies nicht. Da empfiehlt sich, mal bei Xing und/oder LinkedIn vorbeizuschauen oder direkt „Lektor bzw. Resortleitung XY bei XY Verlag“ bei Google einzugeben. 

Ich hoffe, der Artikel hat Dich weiter gebraucht. Wenn Du noch Tipps für mich zu dem Thema hast, schreib sie mir gern in die Kommentare. Ich freue mich immer über Anregungen.

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Anja Niekerken

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