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Content erstellen: Die ultimative Anleitung

Content erstellen: Die ultimative Anleitung

1. Oktober 2023

Um überhaupt guten Content erstellen zu können, müssen wir uns erst einmal auf den Begriff „Content Marketing“ einigen.

Was ist das überhaupt? Lass mich Dir dazu zunächst eine kleine Geschichte erzählen, die sehr schön illustriert, worum es geht.

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An der Grenze, ein Mann fährt mit dem Fahrrad vor, auf dem Gepäckträger einen Sack.

Zöllner: „Haben Sie etwas zu verzollen?“

Mann: „Nein.“

Zöllner: „Und was haben Sie in dem Sack?“

Mann: „Sand.“

Bei der Kontrolle stellt sich heraus: tatsächlich Sand.

Eine ganze Woche lang kommt jeden Tag der Mann mit dem Fahrrad und dem Sack auf dem Gepäckträger. Am achten Tag wirds dem Zöllner doch verdächtig.

Zöllner: „Was haben Sie in dem Sack?“

Mann: „Nur Sand.“

Zöllner: „Hmm, mal sehen …“

Der Sand wird diesmal gesiebt. Ergebnis: nur Sand.

Der Mann kommt weiterhin jeden Tag zur Grenze. Zwei Wochen später wird es dem Grenzer zu bunt und er schickt den Sand ins Labor. Ergebnis: nur Sand.

Nach einem weiteren Monat der „Sandtransporte“ hält es der Zöllner nicht mehr aus und fragt den Mann: „Also, ich gebe es Ihnen schriftlich, dass ich nichts verrate, aber Sie schmuggeln doch etwas. Sagen Sie mir bitte was!“

Der Mann: „Fahrräder …“

Gutes Content Marketing ist das Gleiche wie in dieser kleinen Geschichte die Fahrräder.

Man sieht das Marketing im Grunde täglich, identifiziert es aber nicht direkt mit Marketing, Werbung oder Verkauf.

Warum? Weil gutes Content Marketing immer Mehrwert bietet.

Das ist der Dreh- und Angelpunkt bei der Content Erstellung.

Aber lass uns noch einmal in die nackte Theorie schauen.

Sheldon Cooper erklärt Penny wie man Content erstellt

Was ist Content Marketing?

Content Marketing ist eine Marketingstrategie, die darauf abzielt, Kunden und potenzielle Kundinnen durch die Erstellung, Veröffentlichung und Verbreitung von hochwertigen, relevanten und wertvollen Inhalten anzulocken, zu informieren und zu engagieren.

Anstatt direkt für Produkte oder Dienstleistungen zu werben, konzentriert sich das Content Marketing darauf, nützliche Informationen bereitzustellen, die die Bedürfnisse, Fragen und Interessen der Zielgruppe ansprechen.

Der Hauptzweck von Content Marketing besteht darin, eine Beziehung zu der Zielgruppe aufzubauen, die auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit basiert. 

Indem Selbstständige wertvolle Inhalte bereitstellen, positionieren sie sich als Expertinnen in ihrer Branche und gewinnen das Vertrauen ihrer Kunden in spe. 

Aha!

Alles noch etwas theoretisch, aber ich glaube, es wird langsam klarer.

Am besten funktionieren in der Regel Beispiele.

Wir haben ja gerade gehört, dass Content Marketing nützliche Informationen bereitstellt.

Da sind wir im Grunde schon mitten drin im Content erstellen.

Content Marketing Cheat Sheet

Beispiel 1: Die Kundenzeitschrift

Vor Jahren, als ich als Werbetexterin meine berufliche Laufbahn begonnen habe, habe ich unter anderen für die Hundefuttermarke Pedigree PAL gearbeitet.

Onlinemarketing war noch den Pornoseiten vorbehalten.

Also noch nicht existent.

Darum arbeiteten die meisten Unternehmen mir die kostenlosen Zeitschriften.

Die Hundefuttermarke brachte die Zeitschrift „Der Champion“ raus, für die ich damals schrieb.

Content erstellen für Kundenzeitschrift Pedigree Champion

Eine kostenlose Kundenzeitschrift, die man zugeschickt bekam, wenn man auf Anzeigen oder damals noch Briefmailings reagierte. 

Man abonnierte die Zeitschrift sozusagen kostenlos.

Die Zeitschrift enthielt in der Regel ein Porträt einer Hunderasse, einen Artikel zur Hundeerziehung, einen Artikel über Hunde aus aller Welt z. B. über den Job von Schlittenhunden, einen Artikel über Hundegesundheit und natürlich einen Artikel über die richtige Hundeernährung. 

Dabei waren die Ernährungsartikel nicht plump im Sinne von „Füttere Pedigree und fertig ist die Laube.“

Es waren Artikel, die sich beispielsweise mit Futtermittelallergien und wie sie entstehen befassten. 

Oder damit, was im Hundekörper passiert, wenn Hunde zu viel Zucker oder zu viel Salz fressen.

Natürlich gab es von Pedigree immer eine Lösung.

Aber man hat vorher sehr viel gelernt.

Klassisches Content Marketing in der Offlinewelt.

Beispiel 2: Der Blog

Achtung: Jetzt kommt ein No-Brainer!

Du befindest Dich mitten in einem Content Marketing Piece.

Ein Blog bzw. Blogartikel sind klassische Content Marketing Stücke.

Wer einen Blog über sein Business schreibt, erstellt Content für die eigene Zielgruppe.

Im Grunde ist ein Blog wie eine Kundenzeitschrift. 

Nur online.

Wichtig ist natürlich, dass man auch im Blogartikel eine Menge lernt.

Der Fachbegriff dafür ist: Mehrwert bieten.

„Mehrwert bieten“ bedeutet beim Content erstellen, dass die Konsument:innen etwas davon haben.

Auch wenn ein Blog unglaublich gut geeignet ist, es gibt jede Menge Möglichkeiten, Deinen Kund:innen Mehrwert zu bieten.

Interessiert?

Liste mit Content Formaten

Kundenzeitschriften bzw. Blogs

E-Books (diese können auch für einen kleinen Obolus rausgegeben werden)

Newsletter

Social Media Posts

Podcasts

YouTube Videos (oder auf anderen Plattformen)

Studien

Cheat Sheets

Anleitungen

Interviews zum Thema: Wie funktioniert xy …

Content Marketing Cheat Sheet

Und es gibt noch mehr. Im Grunde ist jedes Format geeignet, indem Du Dein Wissen kostenlos teilen kannst.

Jetzt ist aber die Preisfrage:

Wie viel Wissen kann ich beim Content erstellen, kostenlos raus geben?

Gerade wenn mein Wissen mein Produkt ist.

Bei Pedigree ist das nicht weiter schwierig. 

Pedigree verkauft ja nicht Wissen.

Es werden handfeste Produkte verkauft.

Wenn Dein Produkt aber Dein Wissen ist, dann sieht das gleich ganz anders aus.

Aber das ist ein Trugschluss. 

Nehmen wir mal das Beispiel „Content Marketing Onlinekurse“.

Das ist ja genau das, was ich mache.

Just in diesem Moment liest Du einen Blogartikel zum Thema „Content erstellen“ von mir mit jeder Menge Mehrwert.

Und ja, Du kannst direkt mit diesem Blogartikel losgehen und 1 A Content erstellen, wenn Du ihn auf Deinen Bereich umstrickst.

Genau das ist auch das Ziel.

Du sollst mit diesem Artikel loslegen können.

Kannst Du damit ein Jahr lang Content auf verschiedenen Plattformen produzieren?

Theoretisch möglich.

Es ist aber wesentlich leichter und zeitlich viel effizienter, wenn Du ein Buch von mir liest und/oder in einen meiner Onlinekurse kommst. 

Die Kosten hast Du über die Zeit schnell wieder raus, weil Du nicht so viel Trial and Error hast wie ohne Kurs und ohne Buch.

Außerdem gebe ich in meinen Büchern und Kursen noch mehr Wissen raus.

Content erstellen: Faustregel für Wissen raus geben.

Faustregel für Dein Content Marketing: 30 % Wissen in Deinem öffentlich zugänglichen Content. 

Weitere 30 % an Deine Newsletter Community und die restlichen 40 % sind für Deine Kund*innen reserviert.

Es gibt sogar Trainer:innen, vor allem aus US und US-geprägte hierzulande, die geben 100 % raus. 

Und auch das funktioniert.

Faustformel für Content erstellen

Die Theorie dahinter: Du gibst ja nie 100 % Deines Wissens auf einmal raus.

Die 100 % sind zum Beispiel auf mehr als 100 Blogartikel verteilt.

Diese werden erfahrungsgemäß nicht alle gelesen und umgesetzt.

In einem Kurs aber schon.

Das macht dann den Unterschied.

Bei mir ist es die o. g. Faustregel. 

Wichtig ist, dass Dein Content immer die Antwort auf eine Frage ist, die Deine Kund*innen in spe haben.

Da sind wir dann mitten in der Zielgruppenanalyse.

Dazu kommen wir weiter unten, auch noch.

Lass uns noch einmal ergründen, warum Content erstellen überhaupt Sinn macht.

Gerade für Expert:innen, Coaches und Selbstständige.

Warum überhaupt Content erstellen? Ist das wichtig?

Es ist verrückt, aber Du kannst mit Content Marketing 3 Mal mehr Leads (Kundenkontakte) gewinnen, als mit anderen Marketing Methoden wie z. B. Outbound Marketing, bei dem potenzielle Kund:innen direkt angesprochen werden.

Außerdem sind die Kosten bis zu 62 % niedriger.

Zu Kosten zählt im Fall von kleinen Unternehmen und Soloselbstständigen immer die eingesetzte Zeit!

Eine Zahl, die mich auch immer wieder umhaut: 61 % der Online-Käufe sind direkt auf Blogs und damit auf erstellten Content zurückzuführen.

Krass oder?

Content erstellen ist krass!

Preisfrage: Was musst Du dafür tun?

Das klären wir jetzt.

Die Pflicht: Basis für Deine Content-Erstellung

Um richtig guten Content erstellen zu können, muss natürlich erst mal Deine Positionierung stehen.

Vielleicht hast Du ja meinen Artikel zum Thema „Zielgruppenanalyse“ schon gelesen.

Darin findest Du natürlich, wie Du Deine Zielgruppe richtig analysierst, aber auch, wie Du Dich richtig positionierst.

Der erste Schritt, um richtig guten Content erstellen zu können, ist, Deine Positionierungshausaufgaben zu machen.

Das ist übrigens einer der größten Fehler, die ich immer wieder beim Content erstellen sehe.

Die Positionierung ist nicht klar definiert.

Woran man das merkt?

An Content, der haarscharf an der Zielgruppe vorbei erstellt wird.

Ich gebe Dir ein Beispiel.

Content erstellen, der 100 % zur Positionierung passt.

Beispielsweise bist Du Hundetrainer:in.

Davon gibt es viele.

Content Marketing Cheat Sheet

Jetzt ist die Frage: Was ist Dein Spezialgebiet?

Bist Du auf Agility (Hundesportart) spezialisiert?

Wenn ja, dann macht es zwar Sinn, Content zu erstellen, der sich mit dem Thema „Welpenerziehung“ befasst, ist aber nicht zielführend.

Natürlich ist die Welpenerziehung die Basis.

Aber: Suchen Herrchen und Frauchen nach diesem Thema bei Dir?

Und kannst Du gegen Trainer:innen die auf Welpenerziehung spezialisiert sind, anstinken?

Vermutlich nicht.

Erstelle lieber Content mit dem Schwerpunkt: So bereitest Du Deinen Welpen optimal aufs Agility vor.

Siehst Du den Unterschied?

Beide Male wurde Content erstellt zum Thema „Welpen“.

Aber nur der Zweite zahlt auf die Spezialisierung auf Agility ein.

Weil es so schön war, nehmen wir noch ein Beispiel.

Nehmen wir an, Du bist Ernährungsberater:in

Auch hier die Frage: Was ist Dein Spezialgebiet?

Spinnen wir den Faden weiter und nehmen an, dass Du spezialisiert bist auf pflanzenbasierte Ernährung in der Menopause.

Natürlich macht es Sinn, grundsätzlich über die Idee der pflanzenbasierten Ernährung Content zu erstellen.

Aber auch in diesem Fall bist Du in einem sehr großen Teich mit sehr vielen Fischen unterwegs.

Erstelle lieber erst einmal Content wie beispielsweise: 10 Ernährungstipps, die bei Hitzewallungen in der Menopause helfen.

Natürlich kannst Du immer auch allgemeinen Content zu Deinem Thema erstellen.

Verlier Dich aber nicht darin.

Kehre immer wieder zurück zu den Kernproblemen Deiner Zielgruppe (Stichwort: Regelmäßige Zielgruppenanalyse)

Wichtig: Behalte Deine Spezialisierung Deine Nische im Fokus.

Der beste Content beantwortet immer eine Frage Deiner Zielgruppe.

An den genannten Beispielen wird deutlich: Richtig guter Content beantwortet immer eine Frage Deiner Zielgruppe.

Dabei ist es egal, ob es sich um einen Social Media Post, einen Blogartikel, ein YouTube-Video oder einen Newsletter handelt.

Wichtig ist im ersten Schritt, dass IMMER eine Frage Deiner Zielgruppe beantwortet wird.

Weiter unten schauen wir uns an, warum und wann die Plattform wichtig ist.

Am besten schreibst Du Dir die Fragen, die Deine Zielgruppe hat alle auf.

Wie Du die heraus findest?

Na klar: mit einer Zielgruppenanalyse.

Diese hier ausführlich zu beschreiben, sprengt definitiv den Rahmen.

Aber dazu gibt es ja schon einen Artikel 😉

Einen Tipp gebe ich Dir aber direkt hier.

Der Tipp ist so einfach, dass man meist selbst nicht darauf kommt.

Frag Deine Zielgruppe!

In der Regel haben wir ja schon Kundinnen und Kunden.

Einfach nachfragen.

Content erstellen ist ne tolle Idee

Noch besser: Genau zuhören, wenn neue Kundinnen und Kunden anfragen und deren Fragen gleich aufschreiben.

Am besten wortwörtlich!

Denn häufig verfälschen wir die Aussagen, wenn wir sie mit unseren eigenen Worten zusammen fassen.

Dann besteht wieder das Risiko, dass Du Content erstellst, nach dem eigentlich nicht gefragt wurde.

Ergo: Fragen!

Erstelle Deinen Content für Deine Wunschkund:innen (Buyer Persona)

Okay, dass Du Deine Zielgruppe nicht aus den Augen verlieren darfst, sollte soweit klar sein.

Preisfrage: Wie erstelle ich denn jetzt Content für meine Wunschkund:innen.

Hier gibt es noch einen kleinen, aber sehr feinen Unterschied zu Deiner Zielgruppe.

Grafik Wunschkundinnen Analyse für Content Erstellung

Deine Wunschkund:innen kommen immer aus Deiner Zielgruppe.

Umgekehrt ist das nicht zwingend der Fall.

Was meine ich damit: Deine Zielgruppe umfasst in der Regel mehr Personen als die Gruppe Deiner Wunschkund:innen.

Beispielsweise hat man häufig Kund:innen, die passen genau zu den eigenen Angeboten.

Sie wollen und brauchen unsere Angebote.

Trotzdem sind sie keine Wunschkund:innen.

Vielleicht sind sie uns einfach nicht sympathisch.

Das kommt vor und ist völlig legitim.

Natürlich sind wir Profis und arbeiten mit diesen Menschen genauso professionell wie mit unseren Wunschkund:innen.

Unsere Wunschkund:innen haben noch ein paar mehr Eigenschaften.

Sie sind einfach ein Träumchen.

Sie nutzen unsere Angebote vorbildlich, zahlen selbstverständlich pünktlich, geben tolles Feedback und stellen Fragen, die uns selbst weiter bringen.

Besser gehts nicht.

Für diese Menschen erstellen wir unseren Content.

Und je klarer wir diese Menschen vor Augen haben, umso wahrscheinlicher ist es, dass wir genau diese Menschen mit unserem Content magisch anziehen.

Content erstellen entlang der Buyers Journey

Eine Frage, die bei der Content Erstellung auch gern außer Acht gelassen wird:

An welchem Punkt der Buyers Journey holen wir unsere Kund:innen in spe ab?

Da ist zunächst die Frage zu klären:

Was ist eine Buyers Journey?

Kurz gesagt: Der Weg, den potenzielle Kund:innen gedanklich gehen, bis zur Kaufentscheidung.

In der Kurzfassung, mehr braucht es auch nicht, sind das die folgenden drei Phasen.

Buyers Journey für die Content Erstellung

#1 Phase: Die Bewusstseinsphase

In dieser Phase wird den Menschen klar, dass sie ein Problem haben.

Beispielsweise haben sie Rückenschmerzen.

Das Problem: Rückenschmerzen.

Die Frage: Was fehlt mir?

Und: Wie kriege ich die doofen Schmerzen wieder weg?

#2 Phase: Die Überlegungsphase

Der Google-Sapiens gibt jetzt alle Symptome bei Doktor Google ein und erfährt, dass es wohl ein Hexenschuss ist.

Das ist die Phase, in der Menschen das Problem benennen können und überlegen, was dagegen helfen könnte.

#3 Phase: Die Entscheidungsphase

In dieser Phase wird entschieden, ob es zum Orthopäden oder zum Chiropraktiker geht.

Mit anderen Worten:

Es ist klar, dass etwas getan werden muss.

Was genau, wird hier entschieden.

Entsprechend der Buyers Journey gibt es demnach unterschiedliche Möglichkeiten, Content zu erstellen.

Es ist ein Unterschied, ob ich den Menschen erst einmal klar machen muss, dass sie Rückenschmerzen haben, oder ob ich sie in der Entscheidungsphase abhole.

Okay, bei Rückenschmerzen wird es nicht so das Thema sein.

Trotzdem wird klar, was gemeint ist.

Merke: Am besten bedienst Du nacheinander alle drei Phasen.

Die Kür: Content erstellen mit Plan.

Am besten arbeitest Du mit einem Redaktionsplan.

Das macht das Ganze am einfachsten.

Content Marketing Cheat Sheet

Rubriken in Deinem Redaktionsplan

Phase Buyers Journey

Thema

Plattform (z.B. Blog, Social Media etc.)

Erstellungsdatum

Erscheint am 

Bilder/Medien

Kooperationen

Stellt sich die Frage: Auf welchen Plattformen soll ich meinen Content veröffentlichen?

Die besten Plattformen für Deinen Content

Auch in diesem Bereich gibt es einen Fehler, den ich immer wieder sehe:

Es wird guter Content erstellt und auf der falschen Plattform präsentiert.

Am häufigsten sehe ich das tatsächlich auf Instagram.

Mein Lieblingsbeispiel:

Leadership Content 

Häh? Wieso? Führungskräfte sind doch auf Instagram unterwegs oder nicht?

Doch doch … Aber suchen sie auf Instagram nach diesem Thema?

Oder suchen sie dort eher nach Reisen, Mode und Unterhaltung?

Jetzt denken viele, na und?

Ist doch gut! Dann stolpern sie über meinen Content und werden so auf mich aufmerksam.

Die Idee wäre super, wenn der Algorithmus nicht wäre.

Der Algorithmus schaut sich nämlich das Konsumverhalten der Menschen an und wählt dementsprechend aus, was er ihnen als nächstes zeigt.

Wenn Du also auf Reisen, Mode und Unterhaltung reagierst, dann wird Dir der Algorithmus Reisen, Mode und Unterhaltung zeigen.

Egal ob Du Führungskraft bist oder nicht.

Es wird gezeigt, was konsumiert wird.

Ergo: Du musst mit Deinem Content auf den Plattformen sein, auf denen die Menschen diese und ähnliche Inhalte konsumieren.

Bei Leadershipthemen wären das ganz klar LinkedIn und Xing.

Bevor Du also Content für bestimmte Plattformen erstellst, frage Dich:

Wo sucht meine Zielgruppe nach meinem Content?

Gegen die jeweiligen Algorithmen zu arbeiten ist Zeitverschwendung.

Wann ist Content Erstellung Zeitverschwengung

Content erstellen: Der Prozess

Jetzt ist natürlich die Frage: Wie erstelle ich Content für mein Business.

Als erstes steht die Themenfindung an.

Wir haben weiter oben ja schon festgestellt, dass Kund:innen in spe Fragen haben.

Jede einzelne dieser Fragen ist im Grunde ein Thema.

Oder anders: Immer wenn Du Content erstellst, beantwortest Du eine Frage Deiner Kund:innen in spe.

Wenn beispielsweise die Frage an eine Hundetrainer:in mit Schwerpunkt „Agility“ lautet: Ab wann kann ich mit meinem Hund mit Agility beginnen?

Dann wird Content mit dem Inhalt erstellt: Die besten Agility-Übungen im Welpenalter.

Für eine Yogalehrerin, die Yoga für Schwangere anbietet, könnte die Frage lauten: Kann ich in der Schwangerschaft alle Yogaübungen machen?

In diesem Fall wird folgender Content erstellt: Die besten Yogaübungen für alle Schwangerschaftsstadien.

Wenn die Frage klar ist, dann beginnt der analytische Teil.

SEO-Recherche für die Content-Erstellung

An dieser Stelle ist es wichtig, vor allem, wenn Du einen Blog schreibst oder einen Vlog erstellst, dass Dein Keyword sitzt.

Ein Keyword ist der Schlüsselbegriff, um den herum Deine Kund:innen in spe ihre Googlesuche starten.

Hierzu wird es demnächst einen gesonderten Beitrag geben, denn an dieser Stelle würde es den Artikel sprengen.

Am besten trägst Du Dich in meinen Newsletter ein, so verpasst Du keinen Blogartikel mehr und bleibst Content Marketing mäßig auf dem Laufenden.

Um Dich aber nicht im Regen stehen zu lassen, hier noch ein paar Dinge, auf die Du jetzt schon achten kannst.

Schau Dir genau an, wie viel Konkurrenz herrscht bei den einzelnen Keywords.

Beispiel: Unter dem Keyword „Marketing“ findest Du bei Google mehr als 5.870.000.000 Ergebnisse in unter 0,34 Sekunden …

Da ganz oben zu ranken bzw. auf der ersten Seiten zu landen, ist fast unmöglich.

Darum ist die Frage: Gibt es Keywords, die Dich und Dein Angebot noch detaillierter beschreiben? Keywords, die Deine Nische präzisieren?

Beispiel: Das Keyword „Yoga“ spuckt bei Google 2.080.000.000 Ergebnisse in unter 0,32 Sekunden aus.

„Yoga für Schwangere“ liegt bei ungefähr 4.500.000 Ergebnisse in 0,37 Sekunden und „Yoga für Schwangere online“ hat noch mal 1,2 Mio. Ergebnisse weniger.

Viele meinen nun: Weniger Ergebnisse ist weniger relevant. Im Gegenteil: Die Relevanz steigt für Deine Zielgruppe. 

Außerdem wird die Konkurrenz, gegen die Du bei Google erst einmal anstinken musst, geringer. 

Und so steigen Deinen Chancen, dass Du im Googleranking nach oben klettert und damit auch die Chance auf mehr Traffic auf Deiner Homepage.

SEO Profi-Tipp:

Wenn es darum geht, relevante Keywords zu finden, ist der Google Keyword Planer ein richtig gutes Tool. 

Du kannst beispielsweise Suchanfragen eingeben, um ähnliche Keywords zu finden, oder Deine eigene Website scannen, um zu sehen, welche Keywords verwendet werden. 

Der Keyword Planer zeigt dir auch, wie oft bestimmte Keywords gesucht werden und wie wahrscheinlich es ist, für sie zu ranken.

Mehr dazu findest Du im Artikel über SEO Regeln für Deinen Blog.

Schreiben & Formatieren

Der nächste Schritt ist das Schreiben an sich.

Dabei kommt es natürlich darauf an, für welche Plattform bzw. welches Medium Du schreibst.

Mein Tipp:

Starte immer mit einem Blogartikel.

Diesen legst Du dann so an, dass Du problemlos aus dem Blogartikel Content für alle Deine Social Media Plattformen generieren kannst.

Am leichtesten geht es mit einem Blogartikel à la: Die 7 wichtigsten Yogaübungen für Schwangere. 

Oder: 14 Fehler die Führungskräfte vermeiden sollten.

Jeder einzelne Punkt ist ein Stück Content für Social Media.

Das heißt: Hast Du einen Blogartikel klug angelegt, hast Du automatisch genügend Content für die ganze Woche erstellt.

Content Marketing Cheat Sheet

Hochladen & Veröffentlichen

Inzwischen haben alle großen Plattformen sowie WordPress Planungstools direkt integriert.

Instagram und Facebook haben beispielsweise das Creator Studio in dem Du Reels und Beiträge vorplanen kannst.

Bei Deinem WordPress Blog kannst Du den gesamten Content erstellen und die Veröffentlichung für einen späteren Zeitpunkt planen.

Selbst LinkedIn hat inzwischen eine Planungsfunktion für Beiträge integriert.

Das Beste daran: Alle Funktionen sind kostenlos.

Am besten erstellst Du Deinen Content eine Woche vorher.

Lädst ihn hoch und planst die Veröffentlichungen entsprechend.

So erscheint Dein Content in der laufenden Woche automatisch und Du kannst ganz entspannt Deinen Content für die nächste Woche erstellen.

Last but not least: Content Analyse nicht vergessen!

Ich oute mich ganz zum Schluss!

Es hat ein paar Jahre (ja wirklich) gedauert, bis ich ernsthaft mit der Analyse begonnen habe.

Blöd!

Ich hätte sofort damit anfangen sollen.

Aber am Anfang war ich zu sehr mit der Erstellung beschäftigt und hätte mich durch die Analyse vermutlich selbst lahmgelegt.

Darum: doch nicht so blöd!

Wichtig ist: Anfangen und machen!

Sonst hat man Ende nix zu analysieren 😉

Mein Tipp:

Komm erst einmal in den Produktionsflow und dann kannst Du mit der Analyse beginnen.

Allerdings darfst Du die Analyse dann nicht vergessen.

Viele grooven sich ein, dann vergessen sie die Analyse und die damit einhergehenden Korrekturen und Learnings.

Am Ende bringt der ganze schöne Content dann nix und dann ist das Content Marketing schuld.

Bringt ja nix.

So gehts halt auch nicht.

Kennzahlen sind natürlich am einfachsten zu analysieren.

Content erstellen: Analyse

Kennzahlen für Deine Analyse

Seitenaufrufe: Zahl der Besucher:innen auf Deiner Seite.

Organischer Traffic: Traffic, der durch Suchmaschinen auf Deiner Seite landet.

Bounce Rate: Besucher:innen, die Deine Seite nach Ansicht nur einer Seite wieder verlassen. Wird in Prozent ausgedrückt.

Konversionsrate: Prozentsatz der Besucher:innen, die auf einen Call to Action klicken.

Interaktionsraten: Personen, die mit Deinem Content über Likes, Kommentare und Teilen interagieren.

Zielgruppenwachstum: neue Abonnent:innen oder Leads, die durch Deinen Content generiert, werden. 

Interaktionsdauer bzw. Verweildauer: Zeit, die Besucher:innen auf Deinen Seiten verbringen

Die Zahlen alleine helfen allerdings noch nicht sooo viel weiter.

Du musst sie auch interpretieren.

So interpretierst Du die Zahlen richtig

Beispielsweise wenn Du einen neuen Blogartikel geschrieben hast und für diesen auf Deinen Social Media Kanälen Posts gemacht hast.

Dann schaust Du über die nächsten 1-2 Wochen, wie hoch die Seitenaufrufe sind.

Du kannst sehen, ob die Leser:innen über Suchmaschinen oder über Social Media bei Dir landen.

Außerdem musst Du Dir natürlich Deine Social Media Zahlen anschauen.

Wie haben Deine Posts auf der jeweiligen Plattform abgeschnitten?

Dabei gilt es zu bedenken, dass Content, der von der jeweiligen Plattform wegführt, von den Algorithmen weniger ausgespielt wird.

Es liegt ja nicht im Interesse der Plattformen, dass Menschen diese verlassen.

Sie sollen ja dortbleiben.

All diese Aussagen musst Du ins Verhältnis setzen.

Am Ende hast Du zwei Aussagen.

Wie gut Deine Social Media Posts konvertieren, also Menschen auf Deinen Blog lotsen.

Wie gut Deine Keywordrecherche war. Achtung: Bis sich das bei Google nieder schlägt, dauert es in der Regel länger als 1-2 Wochen.

Diese Zahlen sagen aber noch nichts über die Qualität Deines Blogartikels aus.

Die Interaktionsraten können ein erster Hinweis sein, aber insgesamt wird bei Blogartikeln nicht mehr so viel interagiert.

Die Zahl, die für Dich wichtig ist, ist die Interaktions- bzw. Verweildauer.

Grundsätzlich ist alles ab einer Minute gut.

Alles darüber grandios!

Ja, wirklich!

Aktuell spukt Google auf die Frage „Was ist eine gute Interaktionsdauer?“ als Antwort: 40-50 Sekunden aus.

Insgesamt kannst Du aus den Zahlen Trends lesen.

Meiner Ansicht nach ist viel wichtiger, dass Du Menschen fragst, die Ahnung haben.

Wichtigster Tipp: Hol Dir regelmäßig aktiv Feedback.

Zum einen direkt von Deinen Wunschkund:innen und zum anderen von Marketing Expert:innen.

Das ist manchmal schmerzhaft.

Ich spreche da aus Erfahrung.

Und ja: Ich hole mir immer noch regelmäßig Feedback zu meinem Content von Marketingprofis.

Warum?

Na ja, als Profisportler:in käme man ja auch nicht auf die Idee, irgendwann mit dem Training aufzuhören, oder?

Wichtig ist, dass Du anfängst!

Nicht gleich zu Beginn überanalysieren.

Starte mit einem Blog und einem Social Media Kanal und komm ins Tun.

Denn Wissen allein macht nicht sichtbar.

Sichtbar werden die, die umsetzen.

Auf geht die wilde Fahrt.

Weitere hilfreiche Artikel zum Thema:

Grundlagen Onlinemarketing

Zielgruppenanalyse

Lead Magnet erstellen

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